Mischkapital ab 250 000 Euro
Angebot für den kleinen Kapital-Hunger

Mezzanine-Kapital, das zwischen dem Eigen- und Fremdkapital steht, wird üblicherweise nur sehr großen Unternehmen mit Top-Bonitätsnoten angeboten. Die Taunus-Sparkasse in Hessen geht jetzt einen neuen Weg und will mittelständischen Kunden dieses Mischkapital schon ab einem Betrag von 250 000 Euro anbieten.

pk FRANKFURT. „Bislang sind solche Finanzierungen unter fünf Mill. Euro eigentlich nicht zu bekommen, in Ausnahmefällen vielleicht ab einer Million Euro“, sagt Firmenkundenvorstand Karin-Brigitte Göbel. Diese Beträge seien für die meisten ihrer Kunden zu hoch, deshalb öffne man das Angebot nach unten.

Bei den genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken gelten als Untergrenzen derzeit – je nach Region – eine Million Euro beziehungsweise 1,5 Mill. Euro. Kleinere Tranchen könne man derzeit nicht anbieten, weil die Stückkosten zu hoch seien, sagt Olivier Weddrien, Geschäftsführer bei DZ Equity Partner, einer Tochter des genossenschaftlichen Zentralinstituts DZ Bank. Weddrien kündigte an, dass die Genossen in Kürze ein neues Mezzanine-Programm starten. Unter der Bezeichnung DZ Mezzanine Invest sollen vor allem die Laufzeiten für Mischkapital flexibler werden.

Mezzanine erlaubt bei seiner Strukturierung die Kombination der Vorteile von Fremd- und Eigenkapital. Steuerrechtlich lässt sich Mezzanine als Fremdkapital strukturieren, wodurch die hierauf entfallenden Zinsen als Betriebsaufwand abgezogen werden können. Durch die Nachrangigkeit wird der Kapitalgeber bei einer Insolvenz des Unternehmens erst nach den sonstigen Gläubigern bedient. Daher stufen die Hausbanken Mezzanine-Kapital in der Regel als wirtschaftliches Eigenkapital ein. „Bei einer richtigen Krise eines Unternehmens sehen wir als Mezzanine-geber kein Geld mehr“, sagt DZ-Manager Weddrien. Deshalb seien die Prüfkosten bei kleinen Tranchen zu hoch.

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