Mit der Fusion werden Überschneidungen abgebaut
KfW ordnet Förderprogramme neu

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im Zuge der bevorstehenden Fusion mit der Deutsche Ausgleichsbank (DtA) mit der Neuordnung des Förderangebots begonnen und den Zeitplan zur weiteren, sukzessiven Neuordnung vorgelegt. Die ersten Maßnahmen zur Zusammenlegung der Programme von KfW und DtA greifen bereits ab 15. Juli 2003.

HB DÜSSELDORF. Durch die Verschmelzung der DtA auf die KfW werden bisher bestehende Überschneidungen in den Förderprogrammen abgebaut und ein transparentes Angebot gestaltet.

Kleinen und mittleren Unternehmen, Existenzgründern und Startups bietet die KfW unter dem Markennamen „KfW-Mittelstandsbank“ künftig Förderung aus einer Hand. Mit einer neugeordneten Produktpalette, basierend auf den Säulen Fremdkapital, mezzanines Kapital sowie Eigenkapital, will sie ein umfassendes Finanzierungsangebot für den Mittelstand bereit stellen.

Umwelt- und Sozialprogramm

Kleinen und mittleren Unternehmen, die Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen durchführen wollen, steht ab 15. Juli das neue KfW-Umweltprogramm zur Verfügung. Dazu werden die bisher parallel bestehenden Programme „DtA-Umweltprogramm“ und „KfW-Umweltprogramm“ zu einem einheitlichen Programm zusammengefasst. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Verminderung und Vermeidung von Luftverschmutzung oder zur Herstellung umweltfreundlicher Produkte. Der maximale Finanzierungsanteil wird künftig bei 75 % der Kosten liegen.

Das DtA-Sozialprogramm wird ebenfalls zum 15. Juli in die Infrastrukturförderung der KfW integriert. Im KfW-Infrastrukturprogramm werden künftig neben allen kommunalen Investitionen auch wohnwirtschaftliche Projekte kommunaler oder gemeinnütziger Träger (beispielsweise Alten- und Altenpflegeheime, betreutes Wohnen) sowie ambulante Pflegedienste gemeinnütziger Träger finanziert.

"Unternehmerkredit" zentrales Angebot

Ab 1. September fasst das neue Programm „Unternehmerkredit“ der KfW-Mittelstandsbank das bisherige DtA-Existenzgründungsprogramm sowie das KfW-Mittelstandsprogramm zusammen. Dieses Programm wird das zentrale Kreditangebot für Fremdkapitalfinanzierung für Mittelstand, Gründer und Freiberufler.

Die Varianten KfW-Mittelstandsprogramm „Liquiditätshilfe“ sowie DtA-Existenzgründungsprogramm „Betriebsmittel“ werden künftig einheitlich unter der Bezeichnung „Unternehmerkredit Betriebsmittel“ angeboten. Für Kredite in die neuen Länder und Berlin (Ost), die den Betrag von 2 Mill. Euro nicht überschreiten, ist eine Fortsetzung der bestehenden 50 %igen Haftungsfreistellung vorgesehen. Bei Krediten in die alten Länder und Berlin (West) an Gründer und Unternehmen innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit kann künftig eine 40 %ige Haftungsfreistellung gewährt werden. Der Kredithöchstbetrag beträgt auch in diesen Fällen 2 Mill. Euro.

Die KfW plant für das Produktangebot der „KfW-Mittelstandsbank“ darüber hinaus die Einführung einer mezzaninen Produktlinie mit Finanzierungen für den Mittelstand über den gesamten „Lebenszyklus“ von der Gründung an. Details hierzu sind noch in Arbeit, der konkrete Einführungstermin steht noch nicht fest.

Die neuen Produkte können Mittelständler, Existenzgründer und Freiberufler wie bisher bei der jeweiligen Hausbank beantragen.

Informationen zu den Förderkreditprogrammen erhalten Interessenten unter 01801/335577.

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