Mitarbeiter- und Managementbeteiligungsprogramme zunehmend beliebter
Klare Eigenkapital-Strategie führt zu einem besseren Rating

Die Beteiligung von Mitarbeitern und Managern ist eine von vielen cleveren Finanzierungsquellen für mittelständische Unternehmen.

Dabei sind neben den mitarbeiter bezogenen Zielen wie der Steigerung der Leistungsbereitschaft oder der Mitverantwortung häufig auch finanzbezogene Ziele wie die Erhöhung der Liquidität und die Stärkung der Eigenkapitalbasis wichtige Entscheidungskriterien.Im internationalen Vergleich sind deutsche Unternehmen mit wenig Eigenkapital ausgestattet. Liegt die Eigenkapitalquote hier zu Lande bei knapp 20 Prozent, sind es in Frankreich 34 Prozent und in Spanien gar 41 Prozent.

Durch eine komfortable Eigenkapitalausstattung wird die Unabhängigkeit der Unternehmen erhöht–die Risikoempfindlichkeit nimmt ab. Trotz großer Bedeutung der Eigenkapitalausstattung für die Finanzierbarkeit von Unternehmen sind klare Eigenkapitalstrategien in der Realität eher die Ausnahme. Dies wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren ändern.

Nur Unternehmen mit gutem Rating erhalten zinsgünstige Kredite. Für ein gutes Rating ist bei allen bankinternen Ratingverfahren eine hohe Eigenmittelquote sehr wichtig. Eine von vielen Möglichkeiten, das Eigenkapital zu stärken, sind Mitarbeiter- und Managementbeteiligungen.

Wird das Thema Mitarbeiterbeteiligung angesprochen, reagieren Unternehmer nicht selten mit dem Hinweis auf den großen administrativen Aufwand und das geringe Finanzierungsvolumen. Tatsächlich lassen sich jedoch über Mitarbeiterbeteiligungen respektable Finanzierungsvolumina erreichen.Nutzen Mitarbeiter ausschließlich die Förderung nach dem 5. VermBG (jährlich 400 Euro) sowie die steuerlichen Vorteile des § 19aEStG, ergibt sich bei den derzeitigen marktüblichen Zinsen bereits nach sechs Jahren ein Volumen von etwa 6.600 Euro, nach zehn Jahren von etwa 10.000 Euro und nach 20 Jahren von gut 25.000 Euro. Bei 100 Mitarbeitern und bei Nutzung der staatlichen Förderungsmöglichkeiten ergibt sich nach sechs Jahren ein Volumen von 660.000 Euro.

Wird die derzeitige durchschnittliche Eigenkapitalquote von 20 Prozent angesetzt, so könnten damit 3,3 Millionen Euro an Investitionen finanziert werden. Wird unterstellt, dass ein derartiges Unternehmen 30 Millionen Euro umsetzt, eine Bilanzsumme von 20 Millionen Euro ausweist und mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 20 Prozent operiert, so würden die Eigenmittel von vier Millionen Euro um 16,5 Prozent auf 4,66 Millionen Euro zunehmen.

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