Mittelständische Unternehmen refinanzieren ihre M&A-Transaktionen mit neuen Instrumenten
Der Kapitalmarkt kommt wieder in Mode

Im globalen Mergers-and-Acquisitions-Geschäft ist eine deutliche Belebung zu erkennen – insbesondere in den USA, aber auch in Europa. Nach wie vor können Unternehmen des gehobenen Mittelstandes in Deutschland zu vergleichsweise günstigen Konditionen Bankkredite bekommen.

Im globalen Mergers-and-Acquisitions-Geschäft ist eine deutliche Belebung zu erkennen – insbesondere in den USA, aber auch in Europa. Thomson Financial meldete für das erste Quartal dieses Jahres eine Steigerung des Volumens angekündigter Transaktionen um 18 Prozent auf 589 Mrd. Dollar. Vom wieder erstarkten M&A Geschäft sind in nächster Zeit Impulse für das Finanzierungsgeschäft im Kredit- und Kapitalmarkt zu erwarten, da eine Zwischen- und spätere Refinanzierung erforderlich ist. Selbst Unternehmen, die prinzipiell mit vorhandenem Cash bezahlen können, erwägen eine langfristige Refinanzierung, um die Liquiditätsreserve weiter bestehen zu lassen.

Nach wie vor können Unternehmen des gehobenen Mittelstandes in Deutschland zu vergleichsweise günstigen Konditionen Bankkredite bekommen. Trotz aller Bedenken, die verschärften Eigenkapitalvorschriften der Banken (Basel II) würden die Kreditvergabe behindern, sind Kredite für diese deutschen Unternehmen, die sich mit Akquisitionen beschäftigen, derzeit sehr gut verfügbar. Dies liegt an einer Vielzahl von Gründen. So bestehen meist auch auf Seite des Unternehmens über viele Jahre entwickelte Beziehungen zu den kreditgebenden Hausbanken.

Durch den Verkauf von Kreditportfolios aus der Vergangenheit haben diese Banken ihre Spielräume für die Neuvergabe signifikant ausgebaut. Sehr stark zugenommen hat auch das Engagement von ausländischen kommerziellen Banken in Deutschland. Überdies engagieren sich mittlerweile auch reine Investmentbanken in der Kreditvergabe an diese Klientel. Deshalb erscheint es für die meisten Unternehmen zunächst sinnvoll, den klassischen Kredit zu wählen. Immerhin bietet er – bei günstigen Konditionen – den Unternehmen auch ein hohes Maß an Flexibilität.

Die Motivation der Kreditvergabe für Banken ist in den meisten Fällen das Cross-Selling. Nach wie vor ist der Druck groß, internationalen Standards entsprechende Renditen auf das Eigenkapital zu erwirtschaften. Diesen Rentabilitätsansprüchen genügt der klassische Kredit mit Ausnahme der sogenannten Leveraged Loans in der Regel nicht. Damit sich Kreditgeschäft lohnt, muss es durch den Verkauft anderer Finanzprodukte unterstützt werden. Dieser Zusammenhang wird mittlerweile auch von Kreditgebern und Kreditnehmern offen besprochen. Die Kernbanken eines Unternehmens definieren sich in vielen Fällen über die Teilnahme an Kreditfazilitäten.

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