Mittelständler
Dräger setzt auf Maschinenbau

Das Familienunternehmen Dräger will sich in Zukunft als Spezialist für Sicherheit und Medizintechnik profilieren. Eine weitere Neuerung: Bald sollen Mitarbeiter über ein Aktiensystem beteiligt werden.
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HamburgDer im Technologieindex TecDax notierte Familienkonzern Dräger erweitert das Profil. Stefan Dräger stellt dazu die Kompetenz im Maschinen- und Anlagenbau in den Vordergrund. „Bisher firmierten wir als Anbieter für Medizin- und Sicherheitstechnik. Diese Unterteilung wird aber unserer Vielfalt nicht gerecht“, sagte der Firmenchef dem Handelsblatt.

Modelle aus dem Lehrbuch passen nicht auf das Unternehmen. „Zum Glück gibt es aber beliebig viele Wege, erfolgreich zu sein“, so Dräger. Die Lübecker suchen nun eine neue Definition, die ein breiteres Spektrum umfasst. Gut die Hälfte des aktuellen Umsatzes von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr entfällt bereits auf die Entwicklung und den Verkauf von Maschinen. Doch wahrgenommen wird Dräger als Maschinenbauer bisher nicht.

Die Leitidee des weltweit tätigen Konzerns, der Beatmungsgeräte, Feuerwehrhelme, Überwachungssysteme für Kliniken, aber auch Spezialausrüstungen für Tiefseetaucher anbietet, lautet „Technik für das Leben“. Der Vorstandschef und dominante Großaktionär nimmt das als Grundlage. In einem Jahr soll das Profil umgesetzt sein.

2013 stehen bei dem in fünfter Generation von der Familie geprägten Unternehmen weitere Veränderungen an. „Wir wollen die Beschäftigten über ein Mitarbeiteraktienprogramm beteiligen“, sagt Dräger.

Die grundsätzliche Entscheidung ist gefallen, die Einzelheiten erarbeiten die Norddeutschen gerade. Offen ist dem Firmenchef zufolge noch, „ob wir etwa Aktien am Markt zurückkaufen oder neue ausgeben“. Entsprechende Beschlüsse stehen auf der Tagesordnung der Hauptversammlung am 4. Mai.

Die Aktien will Dräger den weltweit 12000 Mitarbeitern in jedem Fall mit einem Abschlag und verbunden mit einer Haltefrist anbieten: „Jährlich wollen wir einen einstelligen Millionenbetrag platzieren.“ Das Aktienprogramm ersetzt das Instrument der Genussscheine, von denen ursprünglich ein Drittel in Händen der Mitarbeiter lag.

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