Mittelständler müssten sich auf das veränderte Bankenverhalten einstellen
KfW-Studie: Mittelstand investierte 2003 weniger

Der deutsche Mittelstand hat nach einer Erhebung der KfW Bankengruppe im vergangenen Jahr deutlich weniger investiert als noch im Jahr zuvor. KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich wertete diesen Rückgang als ernstzunehmendes Problem für die deutsche Volkswirtschaft.

HB FRANKFURT. Der Investitionsrückgang mittelständischer Unternehmen muss nach den Worten von Hans Reich, Vorstandschef der staatlichen Förderbank KfW, dringend gestoppt werden.

„Angesichts der Tatsache, dass der Mittelstand in Deutschland drei Viertel aller Erwerbstätigen - rund 26,6 Millionen Menschen - beschäftigt, muss es darum gehen, den Rückgang von Investitionen wieder zu stoppen, ansonsten wird es größere Schäden für unsere Volkswirtschaft geben“, warnte Reich am Dienstag in Frankfurt. Bei der Vorstellung einer Studie zum deutschen Mittelstand ergänzte der KfW-Chef, Arbeitsplätze entständen vor allem dort, wo notwendige Investitionen auch getätigt werden könnten. Allerdings habe im Mittelstand - trotz rückläufiger Investitionen - zwischen 2001 und 2003 im Schnitt die Zahl der Beschäftigten um drei Prozent zugenommen. Für eine langfristig positive Beschäftigungsentwicklung sei eine Erholung der Investitionsaktivitäten aber unabdingbar.

Nach der KfW-Studie haben im vergangenen Jahr 15 Prozent der 3,4 Millionen Mittelständler weniger als im Vorjahr investiert - dabei steigt die Investitionsneigung mit der Firmengröße an. Das Investitionsvolumen sei um neun Prozent auf rund 190 Milliarden Euro gesunken, führte Reich aus. Die Ergebnisse basierten auf einer repräsentativen Befragung von bis zu 15 000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen Euro.

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