Mittelständler wagen den Schritt ins Ausland
Auf dem Sprung nach Asien

Japan kennt Andreas Zehmisch bereits aus dem Effeff. Auch Korea und Hongkong sind für den Vorstand der UES AG längst kein unbekanntes Terrain mehr. Ebenso wie China, Taiwan, Malaysia alles Länder, in denen das Krefelder Unternehmen - hier zu Lande eines der führenden Anbieter für Klebtechnik - bereits vertreten ist.

"Vor drei Jahren haben wir uns entschlossen, unseren Kunden nach Fernost zu folgen, um die Just-in-time-Produktion zu optimieren", sagt der 42-jährige Manager. Die Kunden, das sind vor allem Industrieunternehmen der Verpackungsbranche, aber auch Großunternehmen wie Daimler-Chrysler, Unilever und Procter & Gamble, welche die UES AG mit Spezialmaschinen für industrielle Klebesysteme ausrüstet.

So wie das Krefelder Unternehmen wagen mehr und mehr Mittelständler den Schritt ins Ausland. Nach einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie ist bereits jedes vierte Unternehmen mit 100 bis 250 Mitarbeitern in anderen Ländern aktiv. Etwa jeder fünfte Betrieb bereitet eine Verlagerung geschäftlicher Aktivitäten jenseits deutscher Grenzen für die nahe Zukunft vor.

Und viele dieser Firmen zieht es unweigerlich nach Asien. Kein Wunder, gelten doch die asiatischen Volkswirtschaften seit einigen Jahren als der Konjunkturmotor der Weltwirtschaft. Rasantes Wachstum, unaufhaltsamer technischer Fortschritt - welcher begeisterte Unternehmer möchte da nicht mitmischen?

Während die Volksrepublik China in den zurückliegenden Jahren im Zentrum des öffentlichen Interesses stand, ist die Bedeutung des japanischen Marktes für deutsche Unternehmen nicht zu unterschätzen "Hier ist die Kaufkraft mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 35.000 US-Dollar pro Kopf besonders hoch", erklärt Bernd Schaaf, Referatsleiter Asien/Pazifik bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai). Zum Vergleich: Die chinesische Bevölkerung kommt auf ein BIP von 1.200 US-Dollar je Einwohner und der indische Subkontinent auf 600 US-Dollar. "Aber auch die so genannten kleinen Tiger wie Thailand, Malaysia oder Vietnam werden zunehmend interessanter für deutsche Investoren", weiß der Kölner Asien-Experte.

Doch Unternehmer, die auf einem der fernöstlichen Märkte Fuß fassen wollen, sollten sich zuvor detailliert auf diesen Schritt vorbereiten. Daten über einzelne Märkte und Branchen, über die jeweilige Wettbewerbssituation und die rechtlichen beziehungsweise steuerlichen und bürokratischen Hürden veröffentlichen neben der bfai und den zuständigen Außenhandelskammern auch die größeren Industrie- und Handelskammern. Letztere haben die Zuständigkeit für Informationen aus einzelnen Ländern unter sich aufgeteilt. So ist beispielsweise die IHK Köln Ansprechpartner für Unternehmen, die in China aktiv werden wollen.

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