Mittelständler ziehen mit nach China

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Mittelständler ziehen mit nach China

Immer mehr deutsche Firmen drängen nach China. Dabei handelt es sich nicht nur um große Konzerne - auch Mittelständer entdecken zunehmend den asiatischen Markt für sich. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Handelskammer in China.

Expansionsdrang „China zieht mehr und mehr kleine und mittlere Unternehmen an“, heißt es in der Studie, die jetzt in Peking vorgestellt wurde. Denn die meisten deutschen Firmen sehen ihre Zukunft in China sehr optimistisch. Von den bereits vor Ort vertretenen Unternehmen wollen 40 Prozent weitere Firmen in der Volksrepublik gründen. 86 Prozent sind insgesamt zufrieden, fast alle wollen expandieren.

Sicheres Wachstum Die momentan unsichere Lage der Weltwirtschaft werde dies kaum erschüttern, ist Kammerpräsident Richard Hausmann überzeugt. Chinas Wachstum sei durch den eigenen Bedarf weitgehend gesichert: „Deutsche Firmen produzieren in China überwiegend für den lokalen Markt, nicht für den Export.“

Sprungbrett Deutsche Firmenchefs, auch das hat die Umfrage gezeigt, denken inzwischen längst über das Reich der Mitte hinaus . „Strategisch wird China zunehmend als Sprungbrett für den asiatischen Markt gesehen“, sagt Hausmann. Darauf setzen die deutschen Unternehmen sehr stark – neben der Hoffnung auf einen weiter boomenden chinesischen Absatzmarkt.

Ab in die Provinz Damit hat sich allerdings auch die Standortpräferenz leicht verändert. Sind bisher von den 4 500 deutschen Firmen in China mehr als 1 000 in und um Schanghai angesiedelt, wählen inzwischen immer mehr Deutsche angrenzende Provinzen, um den steigenden Lohn- und Mietkosten in der Hafenmetropole zu entfliehen. Auch die Region um Peking ist durch bessere Verkehrsanbindungen inzwischen attraktiv für Investoren geworden, zeigt die Studie. Selbst in den armen Westen Chinas zieht es immer mehr deutsche Hersteller: Jede dritte befragte Firma überlegt dies. „Gerade in den ländlichen Regionen schlummert ein großer Absatzmarkt der Zukunft“, so Hausmann.

Hürden Als größte Hürde wurde von den deutschen Managern der unsichere Patentschutz in China genannt. Aber auch die oft unklaren rechtlichen Bedingungen sowie Korruption und Bürokratie bereiten vielen Kopfzerbrechen.

Investitionsvolumen Nach Angaben der Handelskammer haben Deutsche bislang zehn Mrd. Dollar in der Volksrepublik investiert. Sie beschäftigen zusammen rund 200 000 Chinesen.

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