Mittelstand
Innovative Lacktechniken heizen den Export deutscher Hersteller an

Deutsche Unternehmen sind in der Lackiertechnik weltweit führend. Um ihre Stellung nicht zu verlieren, bemühen sich die Hersteller verstärkt, innovative und kostengünstigere Alternativen zum herkömmlichen Nasslack auf den Markt zu bringen.

BREMEN. Rund 30 Prozent seines Geschäfts erwirtschaftet Holger Weidmann im Ausland - noch. Denn es geht aufwärts: „Der Export wächst bei uns seit einiger Zeit überdurchschnittlich“, sagt der Geschäftsführer der Krautzberger GmbH in Eltville am Rhein. „Bereits in wenigen Jahren werden wir die Hälfte unseres Geschäfts im Ausland machen.“ Am deutlichsten legen dabei die Märkte in Osteuropa zu.

Die ersten Krautzberger-Produkte waren vor über 100 Jahren Handspritzpistolen zum Nasslackieren für Privatkunden, heute liefert die Firma mit 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 13 Mill. Euro in 80 Länder komplexe Lackieranlagen, an Automobilhersteller wie Daimler und BMW. „Der Bedarf an moderner Lackiertechnik ist eine große Chance für den deutschen Mittelstand“, sagt Weidmann.

Wie der Krautzberger GmbH geht es derzeit vielen mittelständischen Unternehmen der Lackiertechnik: Die Teilbranche gehört zu den exportstärksten der Oberflächentechnik. Rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes geht nach Schätzungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mittlerweile auf die Nachfrage aus wachsenden Märkten wie der Türkei, Russland, Indien oder China zurück.

„Deutsche Unternehmen nehmen in der Lackiertechnik weltweit eine führende Stellung ein“, bestätigt Dieter Ondratschek, Abteilungsleiter Lackiertechnik am Fraunhofer Institut Produktionstechnik und Automatisierung. (IPA) in Stuttgart. „Doch um diese Stellung zu behaupten, dürfen sie jetzt den Anschluss an neue Verfahren nicht verpassen.“

Hersteller bemühen sich deshalb verstärkt, innovative und kostengünstigere Alternativen zum herkömmlichen Nasslack auf den Markt zu bringen - neben Pulverlack liegen dabei Beschichtungen im Trend, die unter ultraviolettem Licht (UV) härten. „Bei steigenden Energiekosten ist die Effizienz von Lackieranlagen wesentliches Kriterium bei der Anschaffung“, sagt Thomas Schräder, Geschäftsführer des Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik beim VDMA.

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