Mittelstand laut DIHK-Präsident weiterhin in der Krise
Handwerk mahnt Steuerentlastung an

Das Handwerk beharrt auf Entlastungen der Betriebe durch eine Unternehmensteuerreform. Die Steuererleichterungen, wie sie für Haushaltshilfen bestehen, sollten auf Reparatur- und Renovierungsarbeiten ausgedehnt werden.

HB BERLIN. „Der Mittelstand muss aus der Abwärtsspirale herauskommen“, sagte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer, dem Handelsblatt. „Wir brauchen Signale, die uns Aufträge bescheren“, sagte Schleyer.

Auch die Eigenheimzulage solle im Vorfeld einer umfassenden Finanzreform „nicht einfach abgeschafft, sondern künftig gezahlt werden, wenn Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen stattfinden“, sagte Schleyer. Damit grenzte er sich von den auch in der CDU/CSU lauter werdenden Stimmen ab, die auf eine volle Gegenfinanzierung der beim Job-Gipfel im März verabredeten Steuersenkungen für Unternehmen drängen.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, mahnte ein deutlich erhöhtes Reformtempo nach der für September geplanten Bundestagswahl an. „Wir haben in den letzten Monaten schon zu viel Zeit verloren“, sagte er dem Handelsblatt und nahm die künftige Bundesregierung in die Pflicht: „Die Erfahrung lehrt, dass die großen Reformen in den ersten zwölf Monaten nach der Wahl angepackt werden müssen.“ Oberste Priorität müssten dabei "mehr Innovation und Bildung, weniger Steuern und Abgaben sowie ein modernerer Arbeitsmarkt" haben.

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