Mittelstand
Schmerzhafter Gewinnrückgang bei Drägerwerk

Drägerwerk kam nur schleppend ins neue Jahr: Der Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Die Prognose blieb allerdings konstant, wobei die Erwartungen ja auch nicht besonders hoch sind.

HB HAMBURG. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Einmalaufwendungen sank um fast zwei Drittel auf 6,5 Mio. Euro, wie der Lübecker Konzern am Mittwoch mitteilte. Als Grund nannte Drägerwerk negative Währungseffekte sowie höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Allein der starke Dollar habe mit 4,2 Mio. Euro zu Buche geschlagen. Auch ein höherer Anteil an verkauften Geräten mit niedrigerer Marge drückte auf den Gewinn.

Der Auftragseingang sank in den ersten drei Monaten binnen Jahresfrist um neun Prozent auf 448,6 Mio. Euro. In den USA seien die Ordereingänge wegen der Rezession um ein Viertel geschrumpft. Insgesamt gesehen hielten sich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch in Grenzen, betonte Firmenchef Stefan Dräger. Während der Ordereingang der größeren Gesundheitssparte um knapp acht Prozent nachgab, sank er in der Sicherheitstechniksparte um 10,7 Prozent. Der Konzernumsatz kletterte leicht um 4,8 Prozent auf 425 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr geht Drägerwerk unverändert von einem Umsatzrückgang von fünf Prozent aus. Der Konzern stemmt sich mit einem Sparprogramm gegen die Folgen der Wirtschaftsflaute. „Wir werden 2009 mit aller Entschlossenheit ein Maßnahmenpaket umsetzen, das uns nachhaltig profitables Wachstum ermöglicht.

Damit wollen wir das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückgewinnen“, sagte Vorstandschef Dräger. Die einzelnen Maßnahmen sollen im Juni präsentiert werden. Mit Siemens pokert der Vorstand weiter um den Preis für die Komplettübernahme seiner Medizintechniksparte, an der der Münchener Technologiekonzern 25 Prozent hält. „Wir stehen nicht unter Zeitdruck“, sagte Dräger dazu.

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