Mittelstand sorgt für die meisten Arbeitsplätze
Ein Glücksfall für die Volkswirtschaft

Die kleinen und mittleren Unternehmen sorgen in Deutschland für die meisten Arbeitsplätze, dennoch haben sie in nicht geringer Zahl Nachfolgeprobleme.

HB DÜSSELDORF. Der Mittelstand in Deutschland hat derzeit mit äußerst schwierigen Finanzierungsbedingungen zu kämpfen. Er ist der wahre Verlierer der Steuerreform. Er hat mit der Bürokratie seine Schwierigkeiten. Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland haben in nicht geringer Zahl Nachfolgeprobleme. Sie weisen auf die zunehmend schlechter werdende Zahlungsmoral ihrer Kunden hin und spüren die Folgen der Globalisierung. Die Kosten laufen davon. Die tiefe konjunkturelle Schwäche des Mittelstands dauert, mit Blick auf das Gesamtjahr 2003, bereits das vierte Jahr in Folge an. Das Thema Outsourcing beschäftigt ihn sehr. Dennoch: Der Mittelstand ist ein Erfolgsmodell! Das ist kein Widerspruch. Denn die rund 3,3 Mill. kleinen und mittleren Unternehmen sind nach wie ein Glücksfall für die deutsche Volkswirtschaft.

Vor allem im Hinblick auf die Beschäftigung: Knapp 80 %aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten in einem mittelständischen Betrieb. Dabei werden über 70 % der neuen Arbeitsplätze von neu gegründeten Betrieben und Kleinbetrieben mit weniger als 50 Beschäftigten geschaffen, heißt es im Mittelstandsmonitor des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung (IfM). Der Anteil des Mittelstands am Arbeitsplatzabbau erreicht dagegen nur etwas mehr als 60 %. Per saldo entstehen also mehr neue Arbeitsplätze.

Trotz der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland sucht der Mittelstand händeringend Arbeitskräfte. Die jüngste „MIND“-Studie zur Lage der mittelständischen Unternehmen ergab, dass im Jahr 2003 rund 84 000 Betriebe fast 400 000 offene Stellen zu besetzen hatten. Selbst für einfache Arbeiten sei es schwer, Personal zu finden, wurde bei der Vorstellung der Studie (Herausgeber IfM und Zeitschrift Impulse) in Berlin betont.

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