Mittelstand
Sparkassen fordern Steuererleichterung

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat angesichts der Wirtschaftskrise steuerliche Erleichterungen für den Mittelstand gefordert. DSGV-Präsident, Heinrich Haasis, plädierte dafür, Teile der Unternehmensteuerreform zu korrigieren.

HB BERLIN. „Zinsen müssen wieder stärker steuerlich absetzbar sein. Die Freigrenze der sogenannten Zinsschranke sollte von einer auf drei Mio. Euro angehoben werden. Diese Regelung könnte zunächst für einen befristeten Zeitraum bis 2010 erfolgen“, sagte Haasis.

Die Erfahrung zeige, dass weit mehr Unternehmen von der Zinsschranke betroffen seien als ursprünglich angenommen. Dadurch bestehe die Gefahr dass Mittelständler in Liquiditätsengpässe gerieten, da sie Steuern auf nicht erzielte Gewinne zahlen sollen. „Der Mittelstand ist grundsätzlich in der Lage, die notwendigen Impulse für eine rasche wirtschaftliche Erholung zu geben.

Die Unternehmen sind längst nicht mehr so krisenanfällig wie noch zu Anfang des Jahrzehnts“, sagte der DSGV-Präsident. Die Eigenkapitalquoten seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 14,4 Prozent angewachsen. Gleiches gelte für den Personalaufwand, der mit zuletzt 19,5 Prozent stabil geblieben sei.

Die Unternehmen nutzten in der wirtschaftlich schwierigen Zeit arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Kurzarbeit oder den Abbau von Überstunden, um Entlassungen weitestgehend zu vermeiden. Gut ausgebildete Arbeitskräfte blieben so für die Zeit nach der Krise an ihre Unternehmen gebunden. „Dies alles eröffnet Möglichkeiten für den Mittelstand, bereits im nächsten Jahr wieder auf einen stabilen Wachstumspfad einzuschwenken“, sagte Haasis.

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