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Mittelstand: Warum Messen beim Marketing wirken

Für kleine und mittelständische Unternehmen eignen sich Messen hervorragend als Marketinginstrument, doch viele Unternehmer scheuen nach wie vor die vermeintlich hohen Kosten. Gut, dass es öffentliche Zuschüsse gibt.

Auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von Messen als Marketinginstrument. Quelle: ZBSP
Auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von Messen als Marketinginstrument. Quelle: ZBSP

DÜSSELDORF. In Halle 1, Messe Friedrichshafen während der Interboot 2009, war der Gemeinschaftsstand mit dem Plakat "Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der AUMA" nicht zu übersehen. Sechs kleinere Unternehmen präsentierten dort ihre Leistungen. Zuvor waren sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), dem Kompetenzzentrum für Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie des Bundeswirtschaftsministeriums, begutachtet und als "förderwürdig" befunden worden. Soll heißen: Ihre Messeteilnahme als Aussteller wird nun subventioniert.

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"Innovative KMU haben gute Chancen, solche Fördergelder zu erhalten", weiß Sabine Utz, für die Interboot mitverantwortlich und zuständig für die Zusammenarbeit zwischen Messe Friedrichshafen und BAFA. Wie sie beobachtet hat, stellen immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen Förderanträge, was sie auf die steigende Bedeutung von "Messen als Marketinginstrument" zurückführt.

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht das ähnlich und präsentiert einen neuen Förderkatalog für KMU auf Messen. Wurden im vergangenen Jahr noch 41 Veranstaltungen gefördert, für die Aussteller Fördermittel beantragen konnten, sind es in diesem Jahr bereits 65. Das Förderprogramm läuft bis 2013 und sieht jährlich drei Millionen Euro vor. Hinzu kommen noch Hilfen seitens der AUMA, der Zentralorganisation der Messegesellschaften, sowie der einzelnen Länder und Messeveranstalter.

Laut AUMA wollen dieses und nächstes Jahr 27 Prozent der Aussteller mehr Geld für Messen ausgeben, nur 19 Prozent weniger. Bei den Firmen, die künftig auf ein größeres Messeengagement setzen, sind kleine und mittelständische Unternehmen besonders stark vertreten. Sie sind bereit, bis zu 60 Prozent ihres Marketingetats für Messebeteiligungen aufzuwenden. Die aktuelle Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE), in der das "Creditreform"-Magazin übrigens zuletzt seine Reichweite erneut steigern konnte, untermauert dies: 90 Prozent der Top-Entscheider in den Chefetagen, 95 Prozent beziehungsweise 89 Prozent der Führungskräfte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Absatz und Marketing nutzen Messen regelmäßig. Wird nach Firmengröße unterschieden, erweisen sich die Manager bei KMU noch messeorientierter.

Und die Unterteilung nach Präsentationen und Kampagnen ergibt: Mit 90 Prozent stufen Firmenverantwortliche lediglich den eigenen Internetauftritt höher ein. 83 Prozent votieren für Messen - Platz zwei. Die nachfolgenden Ränge belegen: Außendienst mit 76 Prozent und Direct Mailing mit 57 Prozent. Messen gelten als effizientes Instrument des Dialogmarketings, durch sie lassen sich Kontakte zu Kunden und Geschäftspartnern leichter und effizienter anbahnen, sie verhelfen dem Unternehmer zu einem aktuellen Branchenüberblick und Konkurrenzvergleich und geben nicht zuletzt wertvolle Hilfen bei Einkaufs- und Beschaffungs- sowie Strategieentscheidungen.

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