Mittelstandsfinanzierung: Solvente Unternehmen werden umworben

Mittelstandsfinanzierung
Solvente Unternehmen werden umworben

Firmen mit guter Bonität stehen in Sachen Finanzierung viele Türen offen. Bei guter Kreditwürdigkeit winken Produkte wie Schuldscheindarlehen. Für viele Mittelständler kommt auch der Börsengang in Frage.
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Bei der Mittelstandsfinanzierung wächst die Konkurrenz. Einer Studie der Managementberatung Kienbaum zufolge prognostizieren über 70 Prozent der mittelständischen deutschen Unternehmen einen konstanten oder fallenden Kreditbedarf. Die stagnierende Nachfrage verschärft den Wettbewerb der Institute um gut aufgestellte Unternehmenskunden. „Wer eine hohe Bonität hat, bekommt das Geld hinterhergeworfen“, sagt Kienbaum-Partner Thomas Rederer.

Eine gute Kreditwürdigkeit öffnet alle Tore – neben besten Konditionen im klassischen Kreditgeschäft werben die Banken zunehmend auch mit alternativen Finanzprodukten um Kunden. So setzt die Commerzbank auf ihre Kontakte zu institutionellen Investoren und bietet sogenannte Schuldscheindarlehen an – anleiheähnliche, meist langfristige Kredite, die die Bank bei finanzkräftigen Anlegern platziert. 2010 gab es in Deutschland nach Schätzungen der Commerzbank neu abgeschlossene Verträge mit einem Volumen von insgesamt 3,6 Milliarden Euro.

Der Vorteil des Finanzierungsinstruments gegenüber klassischen Anleihen: Das Mindestvolumen fällt deutlich geringer aus. Außerdem würden auch niedrigere Nebenkosten beispielsweise für Dokumentation oder Veröffentlichungen anfallen, sagt Michael Legeland, Leiter des Geschäftsbereichs Kreditsyndizierung bei der Commerzbank.

Schuldscheindarlehen eignen sich für Mittelständler ab etwa 200 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Volumen sollte Legeland zufolge allerdings mindestens bei zehn Millionen Euro liegen, sonst sei es schwierig, Investoren zu finden.

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