Mittelstandsindex
Aufwärts, aber mit angezogener Bremse

Die wirtschaftliche Lage des deutschen Mittelstands sowie seine Investitionsbereitschaft hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie ist im April nicht mehr ganz so schnell wie im Vormonat vorangekommen. Wie im März hat sich der Ausblick auf die kommenden Monate insgesamt etwas weniger optimistisch entwickelt.

DÜSSELDORF. Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40% zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, hat Cisco Systems Anfang 2003 gemeinsam mit TechConsult den „IT-Mittelstandsindex“ ins Leben gerufen. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-Investitionen eingefangen.

Nach der starken Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung zum Jahresbeginn schaltete die Verbesserung der mittelständischen Umsätze im April wieder einen Gang zurück. Der Index der Umsatzlage verringerte sich im Vergleich zum März von 121 auf 110 Punkte. Trotz des Rückgangs bedeutet dies, dass noch immer von der Überzahl der befragten Unternehmen im April gegenüber März gestiegene Umsätze erzielt wurden. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (101 Punkte) wurde damit ein Fortschritt erzielt. Parallel entfernt sich der Indikator der Umsatz-Erwartungen wieder von den Rekordständen im Februar und März auf 124 Punkte. Auch wenn die Zuversicht damit nicht mehr ganz so stark ausgeprägt ist, so gibt doch eine deutliche Mehrheit ihrer weiter optimistischen Stimmung Ausdruck.

Alle Branchen entwickelten sich im April überwiegend positiv. Die günstigste Entwicklung der Ertragslage präsentierte erneut das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Am unteren Ende der Skala fanden sich, jedoch wohlgemerkt auch mehrheitlich mit Umsatzsteigerungen, die Industrie und der Sektor Energie- und Wasserversorgung. Ebenfalls mit Blick auf die nächsten drei Monate überwiegt in allen Branchen der Optimismus. Besonders zuversichtlich ist wieder der Finanzsektor und vor allem die Industrie. Als weniger optimistisch erweist sich, wie im März, der Versorgungssektor.

Ein leichter Rückgang ist für den Index der IT-Ausgaben festzustellen. Der entsprechende Index reduziert sich von 108 im Vormonat auf 107 Punkte, unterstützt damit dennoch den insgesamt aufsteigenden Trend. So lag der Indexwert im April 2003 bei noch 103 Punkten. Aktuell überwiegen also die investierenden Unternehmen stärker als vor einem Jahr. Der Erwartungsindex steigt von 115 auf 119 Zähler, woraus zu schließen ist, dass sich die IT-Investitionen in den kommenden Monaten weiter positiv entwickeln werden.

In sämtlichen Branchen, bis auf den Handel, investierten die mittelständischen Unternehmen überwiegend gestiegene Beträge in Informations- und Kommunikationstechnologie. Dies gilt insbesondere für das Dienstleistungsgewerbe. Für die kommenden Monate sind die Firmen in allen Unternehmenszweigen optimistisch. Dabei beabsichtigt offenbar der Handel seine im April noch zurückhaltende Investitionsneigung auszugleichen und setzt sich hinsichtlich seiner IT-Ausgabenplanungen an die Spitze.

Der IT-Mittelstandsindex ist eine Initiative von Cisco Systems in Zusammenarbeit mit TechConsult. Weitere Informationen zum Mittelstandsprojekt von Cisco Systems finden Sie unter der Cisco-Homepage.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des ifo Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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