Mittelstandsmonitor
Mittelstand: Geschäftserwartungen im Keller

Die Wirtschaftskrise ist mit voller Wucht im Mittelstand angekommen. Folge: Die Geschäftserwartungen sind laut dem Mittelstandsmonitor der KfW-Bankengruppe deutlich abgesackt - und zwar auf einen historischen Tiefstand.

HB FRANKFURT. Die Rezession hat in der zweiten Hälfte 2008 auch den deutschen Mittelstand erfasst und dessen Geschäftserwartungen auf ein historisches Tief gedrückt. Allerdings sei die international ausgerichtete Großindustrie noch stärker von der Krise betroffen, heißt es in dem von der KfW Bankengruppe zusammen mit mehreren Wirtschaftsinstituten am Montag in Frankfurt am Main veröffentlichten MittelstandsMonitor 2009.

Gemessen am Ausmaß des Stimmungstiefs sei der Rückgang bei der Investitionsbereitschaft und den Beschäftigungsplänen der kleinen und mittleren Firmen relativ moderat, erklärten KfW, Creditreform, IfM Bonn, RWI Essen und das ZEW Mannheim. Viele Firmen dürften bestrebt sein, die Produktionsanlagen nicht veralten zu lassen und knappes Fachpersonal auch in der Krise zu halten, um für den nächsten Aufschwung gerüstet zu sein.

Den Prognosen zufolge dürfte die Zahl der Unternehmensschließungen wieder zunehmen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Liquidationen noch gesunken, ebenso die der Insolvenzen. Wenn sich der Konjunkturabschwung 2009 deutlich bemerkbar mache, dürfte es allerdings wieder zu mehr Unternehmensschließungen kommen, heißt es im MittelstandsMonitor.

Die Experten erwarten zugleich eine Zunahme der seit 2005 rückläufigen Existenzgründungen. Vor allem seien wieder verstärkt Gründungen aus der Arbeitslosigkeit zu erwarten. Angesichts der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt war in den vergangenen Jahren den Angaben zufolge die Gründungsbereitschaft gesunken.

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