Mix aus traditionellen Finanzierungsmethoden
Schnelles Geld für kleine Betriebe

Alternative Finanzierungsinstrumente werden auch für kleine Mittelständler immer wichtiger, um bestehende Kreditlinien zu entlasten. Die Kosten für komplexe Produkte sind jedoch oft höher als für einen Bankkredit. Durch einen Mix aus traditionellen Finanzierungsmethoden können auch kleine Unternehmen Liquidität gewinnen und Steuern sparen.

WERTHER. Oft steht der Strukturierungsaufwand in keinem Verhältnis zum Finanzierungsbedarf. Für Asset Backed Securities (ABS) zum Beispiel steht kleinen Unternehmen in der Regel nicht die kritische Masse an Forderungen für Verbriefungen zur Verfügung. Denn selbst bei gemeinsam genutzten Verbriefungs-Plattformen amortisieren sich die hohen Setup-Kosten erst ab einem regelmäßigen Forderungsvolumen von zehn Mill. Euro.

Mit einem innovativen Mix traditioneller Finanzierungsinstrumente können auch kleine Unternehmen Liquidität gewinnen und Steuern sparen. Die Herausforderung für mittelständische Unternehmen besteht darin, dass sie ihre Organisationsstruktur ändern und eine Besitzgesellschaft gründen, die die Betriebsmittel an eine Betriebsgesellschaft verleast. In Großkonzernen wird dieses Sparmodell schon seit langem praktiziert. Doch auf die Betriebsgröße kommt es dabei gar nicht an.

Und so funktioniert das Modell: eine Besitzgesellschaft verleast Geräte, Maschinen und Fuhrpark an die Betriebsgesellschaft. Eine Holdinggesellschaft beteiligt sich als Kommanditistin an der Besitzgesellschaft und macht die Verluste geltend, die der Leasinggesellschaft entstehen. Die entscheidende Stellschraube dabei sind die Leasingraten: Sie müssen so bemessen sein, dass die Einnahmen aus den Leasingverträgen mit der Betriebsgesellschaft niedriger sind, als die Abschreibungen für die Leasinggüter. Die Leasinggesellschaft erwirtschaftet damit Verluste, die an die Holding weitergereicht werden und den Gewinn mindern.

Auf diese Art spart ein Unternehmer Steuern. Um von dem Steuersparmodell zu profitieren, muss der Kauf der Leasinggüter jedoch von der Leasinggesellschaft vorfinanziert werden. Bei der Kombination von Leasing und Forfaitierung kommt dieses Geld jedoch schnell wieder herein. „Die Leasingforderungen an die Besitzgesellschaft werden an eine Bank verkauft“, erklärt Andreas Munk, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der Ecovis AG in Memmingen. Die Steuerkanzlei überträgt das Modell auf mittelständische Unternehmen.

„Diese Unternehmen verfügen in der Regel über wenig Erfahrung mit Forfaitierungen, weil ihr Kerngeschäft nicht der Betrieb einer Leasinggesellschaft ist“, sagt Munk. Auch für die Hausbank sei der Einsatz eines innovativen Finanzierungsinstrumentes wie der Forfaitierung kein Alltagsgeschäft.

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