Mobilfunk
Die Hersteller packen den Technik-Turbo aus

Schneller, komfortabler, günstiger – die nächste Generation des Mobilfunks und neue Geräte versprechen faszinierende Möglichkeiten für Geschäftsanwender. Das Motto der meisten Hersteller: nicht kleckern, sondern klotzen. Entsprechend fallen die neuen Geräte und ihre Funktionen aus.
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DÜSSELDORF. Eine Videokonferenz per Smartphone oder Notebook im fahrenden Zug? Was die Mobilfunktechnik heute noch vor arge Probleme stellt, wird sehr bald Realität sein. Möglich machen soll es die Funktechnik Long Term Evolution (LTE), sozusagen der Nachfolger von UMTS. Voraussichtlich ab dem kommenden Jahr wird die Mobilfunkbranche damit beginnen, LTE einzuführen.

Wie vor einigen Jahren UMTS gilt LTE, auch Next Generation Mobile Network (NGMN) oder Super 3G genannt, in der Mobilfunkbranche als kleine Revolution. Die Technik wird Anwendungen für Smartphones & Co nutzbar machen, die bisher nur schnelle Festnetzverbindungen wie DSL zuließen. Denn in puncto Geschwindigkeit übertrifft LTE alle bisherigen Techniken um Längen.

In Tests erreichten LTE-Verbindungen Übertragungsraten von 250 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) – etwa 30-mal mehr als UMTS schafft. Unter Realbedingungen dürfte LTE für den einzelnen Kunden zwar wesentlich langsamer sein, denn die Mobilfunkunternehmen werden mehr Nutzer gleichzeitig auf die Verbindungen schalten. Doch auch das wird Geschwindigkeiten erlauben, die bisher nur über das Festnetz oder teuer zu haben sind.

Das Erfreuliche: Im Vergleich etwa zu UMTS werden die LTE-Verbindungspreise aller Voraussicht nach niedriger ausfallen. Ein Grund hierfür ist mit dem Aufschalten vieler Nutzer auf dieselben Frequenzen bereits genannt. Ein weiterer ist, dass es für die Branche vergleichsweise kostengünstig ist, die LTE-Technik zu entwickeln und die Netze aufzurüsten. Denn LTE setzt auf UMTS auf. Zudem wird LTE mehr Funkfrequenzen nutzen als UMTS, demnach lässt sich mehr Wettbewerb erwarten.

Und nicht zuletzt werden die Unternehmen der Branche die LTE-Lizenzen weit günstiger erhalten als die UMTS-Pendants. Anfang des kommenden Jahres will die zuständige Bundesnetzagentur die entsprechenden Funk-Lizenzen versteigern. Einen vergleichbaren – und für die Branche ruinösen – Bieterwettbewerb wie bei UMTS erwarte man nicht, so die Behörde.

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