Modebranche
Ärger ums Wolfgang Joops Wunderkind

"Wunderkind" sollte das Prestigeprojekt von Wolfgang Joop werden. Nach etlichem Hin und Her brodelt es im Unternehmen. Nun geht die Furcht vor dem neuen Investor um - der dürfte Joop selbst stören.
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DüsseldorfEs sollte die Verwirklichung eines Traums werden: eine eigene Modemarke mit teuren, geschmackvollen Kleidern für Frauen von Welt, kein Ramsch, keine Kompromisse. Der bekannteste deutsche Modemacher, Wolfgang Joop, wollte sich mit seiner Potsdamer Firma

Wunderkind selbst verwirklichen. 2003 entstand die erste Kollektion. 2011 droht Joop ein jähes Erwachen. Denn nach Verlusten in Millionenhöhe hat er seine Investoren, das Ehepaar Sander, vergrault. Dessen Platz nimmt jetzt wohlmöglich ein Finanzinvestor ein, der

schon ganz andere das Fürchten gelehrt hat: Clemens Vedder.

Er habe seinen Mehrheitsanteil an Vedder verkauft, sagte Hans-Joachim Sander, Kunstsammler und Multimillionär, dem Handelsblatt. Sofern Joop sein Vorkaufsrecht nicht nutzt, muss er sich mit Vedder arrangieren. Doch der fordert Entscheidungen, die Joop

persönlich schmerzen dürften. Der Designer soll seine engsten Vertrauten künftig von dem Unternehmen fernhalten.

"Wir können gemeinsam versuchen, den scheintoten Patienten wiederzubeleben. Das gelingt aber nur, wenn alle alten, unwichtigen, kostenproduzierenden Mitläufer aus Deinem Kreis eliminiert werden - und zwar sofort", schreibt Vedder in einem Fax an Joop.

60 Millionen Euro seien bereits für Wunderkind "verbraten" worden. "Die letzte Möglichkeit der Rettung besteht nur, wenn Ruhe und wirtschaftliche Kompetenz an die Stelle des ungezügelten Hofschranzengehabes und der offenkundigen Inkompetenz treten", wettertv Vedder.

Der Investor bestätigt die Echtheit des Schreibens, das dem Handelsblatt vorliegt. Wunderkind brauche radikale Schritte: Die Marke sei international nicht bekannt, die erst kürzlich eingeführte Herrenkollektion unnötig. Verkäufer Sander drückt seine Kritik feinsinniger

aus: "Wir haben versucht, einen gemeinsamen Weg zu finden. Doch es gab Kommunikationsprobleme: Herr Joop und sein engerer Kreis hatten offenbar keine Zeit, die Gespräche weiterzuführen." Ein letztes geplantes Treffen mit mehreren Teilnehmern sei vor rund sieben Wochen 20 Minuten vor Beginn von Joops Putzfrau abgesagt worden.

Bereits im November berichtete Joop der Boulevardpresse von einem Krankenhausbesuch. Er habe einen Hörsturz erlitten, nachdem ihm Edwin Lemberg bei einer "kleinen Rangelei" auf das Ohr geschlagen habe. Lemberg wiederum war bis 2009 Miteigner und Geschäftsführer von Wunderkind, bis ihn die Eheleute Sander rauskauften und damit ihren Anteil erhöhten.

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  • Das ganz Bittere für Joop ist, in die' Fänge' des Herrn
    Vedder zu sein. Herr Vedder - damals bei dem riesigen Cobra-Flop mit der Commerzbank verantwortlich dabei -ist ein ganz ausgebuffter 'Finanzinvestor', in dessen Abhängigkeit man sich lieber nicht begibt. Der eigene wirtschaftliche Tod ist dann nicht mehr fern. Armes 'Wunderkind' armer Joop!

  • Ob Herr Joop der Nachbar ist, oder nicht, qualifiziert ihn
    nicht als Unternéhmer. Herr Joop ist leider nur ein sympatischer Selbstdarsteller, der das große Glück hatte,
    dass ihm ein Kreis von Hamburger Wahsinnigen unter der Leitung des Luftschlössers Littmann, seine Firma Joop! für
    viel zu viel Geld abgekauft haben, um sie nach horrenden Verlusten weiterzureichen. Joop ist zu intelligent aber eitel, um nicht zu wissenm daß er und andere Investoren sein Wunderkind-Label niemals in die schwarzen Zahlen bringt- der Großsprecher Vedder auch nicht!

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