Modellbahnhersteller
Märklin-Insolvenz vor der Aufhebung

Das Traditionsunternehmen Märklin soll die Insolvenz zum Jahresende verlassen, wie eine Sprecherin von Insolvenzverwalter Michael Pluta mitteilte. Zudem bekommt der Modellbahnhersteller einen neuen Geschäftsführer.
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HB GÖPPINGEN. Details, wie es mit dem Traditionsunternehmen weitergehen soll, stünden allerdings erst nach einer Gläubigerversammlung am Montag fest, so die Sprecherin.

Die Märklin & Cie. GmbH, die im Februar 2009 Insolvenz angemeldet hatte, bekomme einen neuen Geschäftsführer. Stefan Löbich wird Nachfolger von Kurt Seitzinger, der den Vorsitz des Unternehmensbeirats übernimmt. Löbich war bislang beim Handelskonzern Würth beschäftigt. Seit Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit hat Märklin über 400 Mitarbeiter entlassen. Für die noch etwa 470 Beschäftigten am Stammsitz gibt es eine Beschäftigungsgarantie bis 2014. Insgesamt sind in Göppingen und in Györ in Ungarn noch knapp 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Mitte Juli hatte Märklin ein positives Fazit für das erste Halbjahr 2010 gezogen. Auftragseingang und Umsatz hätten sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Der Auftragseingang stieg von 74 auf 78 Mio. Euro, der Umsatz von 40,4 auf 42,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 1,5 auf plus 1,8 Mio. Euro zu.

Kommentare zu " Modellbahnhersteller: Märklin-Insolvenz vor der Aufhebung"

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  • @Profit

    Prima Feststellung! Dem ist nichts hinzuzufügen. ich frage mich nur, warum der bisherige GL nun den Vorsitz des beirates hat. bEiRAT!!!!! Die Versager beraten nun die neue GL. Unentgeldlich sicherlich.... Vllt noch einen Dienstwagen. Polo-Klasse sicherlich. Nicht das wir uns hier falsch verstehen: ich bin seit 20 Jahren FDP-Wähler.

  • Das Schicksal zeigt wieder einmal wieviele blindgänger es in der deutschen Wirtschaft gibt. Private Equity gepaart mit McKinsey und Roland berger und viel Lehrbuch-Geschwafel bringen selbst Weltmarken wie "Märklin" zu Fall. Das Grundübel: Kein technisches Verständnis und Zahlengläubigkeit. Es mußte erst ein insolvenzverwalter kommen, der sehr wahrscheinlich die Experten im Unternehmen zu Wort kommen ließ und dann richtige Schlüsse zog. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. im Deutschen Maschinenbau gibt es noch viele beispiele, bei denen sich zeigt, wie inkompetent Finanzinvestoren und berater oft sind. Zum Leidwesen der Unternehmen.

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