Moderne Lagerverwaltung
Intelligente Systeme sichern die Qualität

Etwa 200 000 Bücher verschickt der Schulbuchverlag C. C. Buchner jährlich. Um dabei den Überblick nicht zu verlieren, ist ein modernes Logistiksystem zwingend notwendig. Dank IT-gestützer Lagerverwaltung und Präzisionsgeräten bekommen Kunden nie die falsche Waren geliefert.

BREMEN. Spätestens im Juni läuft beim Bamberger Schulbuchverlag C. C. Buchner alles auf Hochtouren. Dann gehen die Bestellungen von Buchhandlungen und Schulbehörden für das neue Schuljahr beim 177 Jahre alten Traditionsunternehmen ein. Etwa 200 000 Bücher muss Buchner jährlich verschicken. Damit das Unternehmen auch in Stresszeiten den Überblick über Buchbestand und Versand behält, nutz es eine Lagerverwaltungssoftware. "Mit dem System wissen wir immer, wo die Bücher sind", sagt Brigitte Neubauer, Vertriebsleiterin des Verlages. "Fehler beim Kommissionieren schließen wir so aus."

IT-gestützte Systeme kommen immer häufiger in Lagerhäusern zum Einsatz. Das Ziel der Firmen: Sie wollen Fehler vermeiden, um Kunden möglichst niemals falsche Waren zu liefern. Die bestellte Ware soll immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

"Qualitätssicherung wird in der Intralogistik immer wichtiger", sagt Simon Thomas, Geschäftsführer von Dr. Thomas und Partner. Die Karlsruher Firma bietet seit 1980 IT-Lösungen für Lagerverwaltungssysteme und die Materialflusssteuerung an. "Die IT bildet alle Arbeitsschritte ab - vom Eingang der Ware bis zum Warenausgang", erklärt Thomas. Damit lassen sich Prozesse im Lager kontrollieren und die Qualität von Lieferungen sichern.

Auch Elke Glistau vom Institut für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) geht davon aus, dass sich Firmen künftig vermehrt für ein besseres Qualitätsmanagement interessieren: "Um Intralogistiksysteme zu verbessern, nutzen sie neue Technologien wie etwa DWS DWS-Systeme." steht für Dimensionieren, Wiegen und Scannen. Das System erfasst das Volumen und das Gewicht der Ware, liest die Produktinformationen über den Barcode und etikettiert die Verpackung.

Stimmen Gewicht und Artikelnummer nicht mit dem im Computer hinterlegten Referenzdaten überein, sortiert das DWS die Lieferung aus. "Das System speichert die erhobenen Daten drei Monate lang, um bei eventuellen Reklamationen der Kunden einen entsprechenden Nachweis erbringen zu können", sagt Reto Gianotti vom Schweizer Anbieter Pesa Waagen.

Die Präzisionswaagen von Pesa kommen in DWS-Systemen zum Einsatz. "Unsere Waagen verschmelzen mit anderen Geräten wie Scannern und Etikettiergeräten zu einem komplexen Datenerfassungssystem", sagt Gianotti.

Pesa-Waagen verwenden Kunden sowohl beim Kommissionieren von Einzelteilen als auch beim Zusammenstellen von mehrteiligen Lieferungen. Besteht eine Bestellung aus vielen Kleinteilen, ist das Auszählen per Hand enorm aufwendig. Außerdem schleichen sich schnell Fehler ein. Ist das Gewicht des Einzelprodukts im Computer hinterlegt, ist die Stückzahl der Ware anhand des Gesamtgewichts leicht zu berechnen. "Solche Messverfahren sorgen für Sicherheit", sagt Gianotti. "Es ist ja die Aufgabe der Logistik, Waren möglichst schnell und günstig von A nach B zu bringen - und das ohne Fehler."

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