Motivierte Mitarbeiter steigern den Wert von Unternehmen
Belegschaft als Wettbewerbsvorteil

Das Thema Unternehmensnachfolge ist aktueller denn je. So widmen sich die Initiativen „Nexxt“ auf Bundesebene sowie „Go!“ und „move“ auf Landesebene (Nordrhein-Westfalen) diesem drängenden Thema, das auch im Zusammenhang mit den Problemen steht, die Basel II dem Mittelstand aufbürdet.

HB DÜSSELDORF. In diesem Kontext muss sich diese Klientel auch mit Fragen des „Shareholder-Value“ beschäftigen, die nicht nur für Großkonzerne von Bedeutung sind.

Hinter den drei Themen steht der gleiche Sachverhalt: Ermittlung des Firmenwerts. So wird der Inhaber eines Privatunternehmens bei der Übergabe versuchen, den bestmöglichen Preis für sein Lebenswerk zu erzielen. Das Kreditgewerbe wird gemäß den unter dem Stichwort Basel II bekannt gewordenen Kriterien nur noch wirtschaftlich tragbare Kredite an Unternehmen begeben, die ein für die Banken kalkulierbares Risiko darstellen. Nur Firmen mit hohem Firmenwert erhalten die normalen Zinskonditionen. Nicht zuletzt wollen Aktionäre in Aktien von Firmen investieren, die einen hohen Wert besitzen, um möglichst hohe Dividenden und Kurssteigerungen zu erzielen.

Was aber ist der Firmenwert, und wie wird er geschaffen? Der potenzielle Käufer will aus den Cash- flows Kredite bedienen, sein Kapital verzinsen und stetiges Einkommen erzielen. Entsprechend muss der Verkäufer, will er einen guten Preis erzielen, die Nachhaltigkeit der Cash-flows darlegen. Der Kreditnehmer muss seinen Kreditgeber, der an einem stetigen und ausreichenden Mittelzufluss interessiert ist, damit der Kredit nicht notleidend wird, davon überzeugen, dass der Mittelzufluss gesichert ist. Börsennotierte Unternehmen müssen den Investoren glaubhaft machen, dass stetige Dividendenzahlungen gewährleistet sind. Allen Betrachtungen ist also gemein, dass sie immer auf die zukünftigen Mittelzuflüsse abheben; und damit letztlich fordern, dass diese gesichert sind, die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Geschäftsmodells und der Unternehmensstrategie gegeben ist.

Die Kennzahlen des Cash-flows und damit der Kapital-Verzinsung lassen sich grundsätzlich zwar aus der Bilanz ablesen, doch diese Werte sind stichtags- und vergangenheitsbezogen und damit zur Beurteilung der Nachhaltigkeit kaum geeignet. Diese Kurzfristigkeit, besonders bei Quartalsbilanzen der Aktiengesellschaften, wird in Fachkreisen inzwischen sehr kritisch gesehen. Denn durch Aktionismus und Budgetgläubigkeit wird die Nachhaltigkeit der Ertragskraft nicht gefördert.

Ein potenzieller Erwerber, ein Kreditgeber oder ein Investor wird sich demnach nicht allein durch Jahresabschlüsse und Planrechnungen ein Bild machen können, sondern darauf achten, wie sich das Unternehmen aufstellt und wie es verfasst ist, welche Reputation es beim Kunden hat. Damit sind wir bei den „weichen Faktoren“ – etwa ein Drittel der Kriterien bei Basel II – und den „immateriellen und nicht bilanzierten“ Vermögenswerten.

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