M&A-Markt im Wandel
Russische Investoren kommen

Der globale M&A-Markt befindet sich weiterhin im Wandel. Wurde in den 1990er Jahren der Großteil der Transaktionen innerhalb der westlichen Industrienationen durchgeführt, so kamen insbesondere seit dem Jahr 2000 Investoren aus dem Nahen Osten sowie Asien hinzu. Seit 2006 nehmen die Aktivitäten insbesondere russischer Investoren stetig zu.

GRIESHEIM. Bekannt sind die Fälle, die man der Presse entnehmen konnte. So hatten russische Investoren starkes Interesse an einem Einstieg unter anderem bei den deutschen Unternehmen Evonik sowie E.On geäußert. Nachdem der Einstieg bei diesen Großunternehmen auch aufgrund politischen Drucks gescheitert ist, richtet sich das Augenmerk nunmehr auch auf den Mittelstand. Deutschland gehört auf Grund der vorhandenen Marktgröße und des ausgeprägten Mittelstands zu den begehrten Zielländern.

Gerade bei Spin-Offs von Konzernen herrscht ein großes Interesse ausländischer Investoren. Dies liegt zum einen an der Marktstellung, zum Besipiel dem Markennamen, wie auch dem häufig anzutreffenden guten bis sehr guten Kundenzugang. Dies stellt gerade für ausländische Investoren eine ideale Ausgangsbasis für Wachstum im größten europäischen Markt dar.

Bereits in den 1990er Jahren drangen russische Investoren in den deutschsprachigen Raum vor. Als erstes Land wurde hierbei Österreich ins Visier genommen. Auf Grund der Größe und der Konzentration auf Wien stellt dies, auch wegen der großen Lerneffekte, heute eine exzellente Ausgangsbasis für den Schritt nach Deutschland dar.

Die Vorreiter der Entwicklung sind Unternehmen klassischer Industrien wie zum Beispiel Rohstoffkonzerne, Erdöl- und Erdgasproduzenten sowie Stahl- und Aluminiumholdings. Aber auch andere Industrien sind auf dem Vormarsch. Russische Investoren drängen in deutsche Touristikkonzerne, aber auch in kleinere Unternehmen. Im Juli 2008 übernahm eine russische Investorengruppe zehn Prozent am TV-Sender Deluxe Musik aus München. Dies zeigt deutlich, dass russische Investoren mittlerweile auch im deutschen Mittelstand angekommen sind und hier vermehrt das Know-how akquirieren, um es dann in den eigenen Werken in Russland zu nutzen beziehungsweise die Dienstleistungen auf den eigenen Markt zu übertragen oder einzuführen.

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