Nachfolgeregelung: Egoisten haben im Mittelstand nichts verloren

Nachfolgeregelung
Egoisten haben im Mittelstand nichts verloren

Mittelständler haben oft Schwierigkeiten, qualifizierte Nachfolger für den Chefsessel zu finden. Eine Lösung sind externe Manager. Diese gehen vieles emotionsloser an, dürfen dem Eigentümer aber nicht die Schau stehlen.
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DüsseldorfBedauerlich sei es, wenn sich die Familie im Management für unersetzlich hält, sagt Thomas Hoyer. Er muss es wissen, denn er war viele Jahre Chef des Familienunternehmens Hoyer Group. Die Hamburger Firma ist der zweitgrößte Tankcontainer-Logistiker der Welt. „Mein Vater, der den Betrieb 1946 gründete, war vielleicht etwas zu lange an Bord. Da fehlten die strategischen Impulse, zuletzt war er gegen alles Neue“, erinnert sich Hoyer. Den Fehler wollte er nicht machen.

Hoyer war zu einer Einsicht gelangt: „Externe beherrschen das Geschäft vielleicht doch besser als die Familie.“ Immerhin setzt der Logistiker fast eine Milliarde Euro um und beschäftigt 5200 Mitarbeiter. 2006 wechselte Hoyer mit 56 Jahren an die Spitze des Beirats. Die Geschäfte leiten nun externe Manager. Je größer ein Familienunternehmen sei, umso geringer sei die Chance, dass jemand in der Familie die Fähigkeit habe, den Betrieb zu leiten, sagt Peter May, Gründer der Intes Beratung für Familienunternehmen. Dennoch stehen selbst in Betrieben mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz zu 70 Prozent Familienmitglieder an der Spitze.

Ein neutraler externer Manager hat seine Vorzüge, sagt May: „Ein unbeschriebenes Blatt von außen ist besser als die bisherige Nummer zwei.“ Letzterer kenne zwar die Firma genau, im Schatten des Patriarchen konnte er aber meist kein Format entwickeln. Auch Externe haben es als Nachfolger dominanter Persönlichkeiten nicht leicht. Beispiel Heraeus: Der erste Versuch, nach etwa 150 Jahren das Geschäft des Edelmetallkonzerns in die Hände eines Externen zu geben, war wenig erfolgreich. Nach gerade mal zwei Jahren verabschiedete sich Geschäftsführer Horst Heidsieck 2003 wieder. Erst acht Monate später fand sich ein Nachfolger, der zum Unternehmen passte.

„Die Erstberufung eines externen Chefs geht meist schief – das ist fast ein Naturgesetz“, sagt May. Die Ablösung ist ein schwieriger psychologischer Prozess, den viele Unternehmer emotional nur schwer bewältigen, sagt Otto Obermaier, Partner der Personalberatung Spencer Stuart. Fakt ist: Einen Eigentümer kann man nie entmachten. Für den alten Chef ist eine Rolle im Beirat oft ganz wichtig. Dort kann er weiter geregelt Einfluss nehmen und seine Erfahrung einbringen.

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  • Ich finde ja ein guter Start, sich zu motivieren und sich Hilfe bei der Suche nach einem Nachfolger zu holen, sind die Initiativen die vom Bund und von den Bundesländern bereitgestellt werden. Einen Überblick über die unterschiedlichen Programme habe ich auf der Seite http://www.axanta-nachfolgeregelung.de gefunden. Da sind die Infos nach Bundesländern aufgeteilt, und man kann direkt den Beitrag auswählen, der zu einem passt.

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