Nachgefragt bei: Fabian Krone
Ein vorübergehender Schluckauf

Bietet die Traditionsmarke auch in der Krise Karrierechancen? Fabian Krone, 45-Jähriger Vorstand der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne in Glashütte, spricht im Handelsblatt-Interview über seine langfristigen Wachstumspläne und die Strategie des Unternehmens.

Sie waren unter 40, als Sie nach Glashütte in die Geschäftsführung von A. Lange & Söhne kamen. Bietet die Stadt heute noch Perspektiven für hochqualifizierte Absolventen?

Menschen, die ihren Beruf auch als Berufung sehen, sind für uns immer interessant. Als weltweit agierende Marke bieten wir auch internationales Potenzial für junge Manager, junge Technologen.

In den kommenden Jahren wollten Sie 100 neue Mitarbeiter einstellen...

Wir werden sicher langfristig an unseren Wachstumsplänen festhalten. 2009 sehen wir aber eher als Konsolidierungsjahr.

Das heißt keine neuen Stellen?

Bei Menschen, die Wege gehen, die so noch niemand gegangen ist, können wir uns eine Einstellung schon vorstellen. Aber nach dem Wachstum der vergangenen Jahre ist so eine Verschnaufpause sowohl vom Personal her als auch für die Prozesse sehr gut. Das ist ein Jahr, in dem wir die Mitarbeiter und das Management qualifizieren können.

Rechnen Sie denn mit einer kurzen Krise?

Wenn sie sich nur auf 2009 beschränkt, werden wir glücklich sein. Vorbereitet sind wir auf eine längere Phase. Aber auf eine Konsolidierung folgt das Wachstum. Wir sind heute gut aufgestellt und müssen uns auf die Phase nach der Krise vorbereiten.

Halten Sie an den Expansionsplänen in China und im Nahen Osten fest?

Wir werden gerade in China, wo wir nur in Schanghai vertreten sind, an den Wachstumsplänen festhalten. In so einer Phase kommt uns sogar zugute, dass wir noch nicht überall auf dem Planeten vertreten sind.

Sind Ihre Uhren in der Krise eine Wertanlage?

Mit der Werthaltigkeit sind wir in der jetzigen Zeit gut positioniert. Wir haben am ersten Messetag eine sehr starke Nachfrage gespürt. Die "Richard Lange Pour le Mérite", die auf insgesamt 250 Exemplare limitiert ist, war schon nach dem ersten Messetag zur Hälfte ausverkauft.

Sind günstigere Einstiegsmodelle geplant?

Ein Modell für 12 500 Euro wird gemeinhin vielleicht nicht als Einsteigermodell gesehen. Wir produzieren aber Uhren für einen Kreis, der sich sehr für Handwerk und Uhrmacherei interessiert. Wegen eines vorübergehenden Schluckaufs unsere Strategie zu ändern, halte ich nicht für sinnvoll.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%