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Navigationssystem: Mit einem Mausklick zur optimalen Jogging-Route

Das Berliner Startup Komoot hat für Outdoor-Sportler in Deutschland, Österreich und in der Schweiz im Internet einen Routenplaner entwickelt. Das Programm hilft beispielsweise bei der Suche nach einer geeigneten Jogging-Runde. Nach ihrem erfolgreichen Start planen die Gründer ihr Angebot weiter auszubauen.

DÜSSELDORF. Die Idee entstand vor drei Jahren als Markus und Tobias Hallermann zusammen mit Jonas Spengler auf gemeinsamen Touren in den Bergen unterwegs waren. Die drei Studenten hatten sich ein GPS-Gerät gekauft und waren von dessen Funktionen enttäuscht. "Mit den teuren Geräten kann man gerade mal aufzeichnen, wo man lang läuft", sagt Komoot-Geschäftsführer Markus Hallermann. Wenn man mehr will, muss zusätzlich digitales Kartenmaterial kaufen.

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"Wir haben uns daher überlegt, wie man die Positionsbestimmung intelligenter nutzen kann", so Hallermann. Die Drei entwickelten ein Navigationssystem speziell für Outdoorsportler. "Wenn man sich die Standardsysteme anschaut, dann führen die einen zwar schnell von A nach B, doch wenn man unterwegs etwas erleben möchte, sind sie keine große Hilfe", so der Komoot-Geschäftsführer.

Das Ziel der Drei ist es, über ein Portal im Internet für jede Sportart, für jeden beliebigen Startort und für jeden Zeitrahmen, die zur persönlichen Fitness passende Route anbieten zu können. "Ob Jogger, Mountainbiker, der gemütliche Tourenradler oder Wanderer - der Nutzer muss nur seinen Ausgangspunkt per Internet eingeben, er wählt aus wie viel Zeit er aufwenden will und unser Online-Routenplaner schlägt ihm wenige Sekunden später verschiedene Routen vor, die er für seine Tour wählen kann", erläutert Hallermann die Vision.

Die Idee stieß auf breites Interesse. Neben zahlreichen Blogs, Sportartikelherstellern, Hotels und Tourismusdienstleistern setzen Tourismusregionen wie das Kleinwalsertal und Kitzbühel auf die Lösungen von komoot. Das Team gewann zudem den Gründerwettbewerb Multimedia des BMWi, wurde von der Reisebranche als "Best Start-up" ausgezeichnet und zählt zu den Gewinnern von WECONOMY, dem Gründerwettbewerb der Wissensfabrik und des Handelsblatts.

"Uns war schnell klar, dass die Herausforderung nicht nur darin bestehen würde, eine möglichst einfache Technik zu entwickeln, sondern vor allem auch darin, herauszufinden, was unsere User wollen", so der Physiker, der 2008 zusammen mit seinem Bruder Tobias (Maschinenbauer) und Jonas Spengler (Soziologe/Informatiker) den Vorläufer für das heutige Unternehmen unter dem Projektnamen "treckpacker" an der TU München in Zusammenarbeit mit der UnternehmerTUM GmbH gegründet hat.

In Kooperation mit der TU Berlin und finanziert durch das StartUp-Programm des Bundes EXIST, begannen die Studenten die Umsetzung des Online-Services sowie die Programmierung der iPhone App. Als erstes haben die Drei eine Studie mit 600 Nutzern durchgeführt, um herauszufinden, wie potenzielle Kunden ein solches Navigationssystem für die Freizeit nutzen würden und welche Funktionen sie sich wünschen. Gleichzeitig haben sie recherchiert, welche Informationen es bereits über Sehenswürdigkeiten gibt und welche Art von Geodaten verfügbar sind, die sie für ihr Navigationssystem nutzen könnten.

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