Neue Analyse berücksichtigt auch gesellschaftliche Aspekte
Ökonomisch, ökologisch und sozial

Eine Methode führt die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft - für die nachhaltige Produktinnovation zusammen. Wir zeigen, wie sie sich für das Nachhaltigkeitsmanagement im Unternehmen einsetzen lässt.

Wie nachhaltig sind Produkte aus abbaubaren Kunststoffen gegenüber konventionelle Alternativen? Der Verband der Kunststofferzeuger, die Industriegewerkschaft Bergbau-Energie-Chemie und das Umweltministerium Niedersachsen wollten es genauer wissen und beauftragten das Freiburger Öko-Institut mit einer Studie. Ein Beirat der Niedersächsischen Kunststoff-Kommission mit Vertretern von Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbände, Staat und Wissenschaft begleitete die Untersuchung, deren Ziel die exemplarische Erprobung von Produkt-Nachhaltigkeits-Analysen war. Als Fallbeispiele wurden gewählt: Joghurtbecher aus Polylactid versus Polypropylen sowie landwirtschaftliche Mulchfolie aus Polyesteramid versus Polypropylen. Nachhaltige Produkte zu entwickeln und dabei nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Aspekte zu optimieren, ist nach Ansicht von Öko-Institut e.V. eine der zentralen Aufgaben des modernen Unternehmensmanagements. Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut ein Product Sustainability Assessment entwickelt, eine PROSA abgekürzte Methode, um Unternehmen bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Bereits 1987 hatte das Institut eine Methode zur integrierten Analyse von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten unter dem Namen "Produktlinienanalyse" in Grundzügen entwickelt. Die Produktlinienanalyse stand jedoch zunächst im Schatten der Produkt-Ökobilanz (Life Cycle Assessment - LCA), die sich ausschließlich auf ökologische Aspekte konzentrierte. Erst durch das auf der Rio-Konferenz proklamierte Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung stieg das Interesse an Methoden zur Analyse der Nachhaltigkeit. Von den damaligen Fallbeispielen wurde vor allem die Studie "Produktlinienanalyse Waschen und Waschmittel" bekannt, die das Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamts durchführte.

Mit der Methoden-Studie "Hoechst Nachhaltig" wurde im Auftrag und für die Hoechst AG untersucht, wie das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung für das Unternehmens-Management konkretisiert werden kann. Die Methoden-Entwicklung wurde an zwei Fallbeispielen erprobt: am Konservierungsstoff Sorbinsäure und an der PET-Dachplane. Als Länderbeispiele wählte man Deutschland und China (Die Studie liegt in deutscher Sprache vor und kann über das Öko-Institut bezogen werden. Ewen, C.; Ebinger, F.; Gensch, C.-O.; Grießhammer, R.; Hochfeld, C.; Wollny, V.: "HoechstNachhaltig - Sustainable Development: Vom Leitbild zum Werkzeug", Freiburg/Darmstadt/Berlin 1997.)

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