Neue Modelle
E-Money-Dienste finden in Japan großen Zuspruch

Japans Konsumenten finden immer mehr Gefallen an E-Money. Die Angebote für bargeldloses Bezahlen legen in Japan deutlich zu. Doch noch immer steckt in Smart-Card- und Mobiltelefonlösungen großes Potenzial für neue Anbieter.

bfai TOKIO. In den Geschäftsjahren 2006 und 2007 haben Angebot und Nutzung von elektronischem "Geld" stark expandiert. Das "Prepaid"-Format mit designierten Karten ist dabei am weitesten verbreitet. Für Bezahlsysteme über Mobiltelefone werden auch bereits mehrere Lösungen angeboten. Jedoch ist der Verbreitungsgrad noch deutlich geringer. In den nächsten Jahren wird Prognosen zufolge der Wettbewerb um die Kunden von Finanz- und Nicht-Finanzinstitutionen zulegen.

Bis Ende März 2007 soll die Zahl der Teilnehmer an E-Money-Diensten in Japan bereits auf 60 Mill. Kunden und damit im abgelaufenen Fiskaljahr 2006 (1.4. bis 31.3.) um 60 Prozent gestiegen sein. Erleichterung beim Einkauf wie auch verstärkte Kundenbindung sind Faktoren, die dafür sorgen, dass das Konzept von E-Money von Seiten der Konsumenten und des Einzelhandels schnell und bereitwillig aufgenommen wird.

Die am meisten verbreitete Form des elektronischen Geldes ist die vorbezahlte ("prepaid") Version. Aber auch solche Bezahlsysteme ohne vorheriges Auffüllen des Kontos, die mit Kreditkartenfunktion ausgestattet sind, finden mehr und mehr Verbreitung, zum Beispiel QUICPay und iD. Dabei kommt E-Money in zwei Formen vor: als eigenständige Smart Card oder als eingebaute Funktion des Mobiltelefons.

Mittlerweile sind fünf verschiedene Anbieter von Prepaid-E-Money-Diensten mit Smart Cards auf dem Markt. Allein im Jahr 2007 nahmen drei davon ihre Systeme in Betrieb, darunter die größte Einzelhandelsholding Seven & I mit Nanaco im April und der größte Supermarktbetreiber Aeon mit Waon im Mai. Mitte März 2007 war bereits Pasmo eingeführt worden, die als gemeinsame Ticketkarte der Transportsysteme in Tokio auch als Zahlungsmittel genutzt werden kann, ebenso wie die Suica-Smart-Card von JR East. Darüber hinaus gibt es Edy von Bit-Wallet.

Am weitesten verbreitet ist der Dienst von Edy, der Ende März 2007 mit circa 28 Mill. Kunden aufwarten konnte. Suica kam gleichzeitig auf knapp 20 Mill. Nutzer. Auf eine nicht erwartete Nachfrage stieß die Einführung der Pasmo-Karte. Kunden mussten anfangs Wartezeiten in Kauf nehmen, weil die Karten nicht schnell genug produziert werden konnten.

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