Neue Regelung soll mehr Wachstum bringen
Handwerk: Geringere Steuern für arbeitsintensive Branchen

Das Handwerk fordert von EU und der Bundesregierung, von 2004 an die Mehrwertsteuer für arbeitsintensive Branchen zu ermäßigen.

HB BERLIN. Dazu erwarte er am 7. Oktober einen Beschluss des EU- Finanzministerrates, sagte Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Deutschen Handwerks (ZDH), am Mittwoch auf einem Symposium seines Verbandes zu diesem Thema. Deutschland hat für einige Waren wie Zeitungen und Bücher einen von 16 auf 7 Prozent ermäßigten Steuersatz.

Nach Vorlage von neun nationalen Erfahrungsberichten mit der Ermäßigung der Mehrwertsteuer für arbeitsintensive Leistungen habe die EU-Kommission jetzt eine unerwartete Einschätzung abgegeben, stellte Schleyer fest. Einerseits schlage sie die niedrigere Steuer für alle Bauleistungen an private Abnehmer und außerdem für Gebäudereiniger und Gaststätten vor. Andererseits solle das besonders arbeitsintensive Friseurhandwerk davon keinen Gebrauch machen dürfen. In den Niederlanden zeige sich, dass der verringerte Mehrwertsteuersatz zu spürbar mehr Wachstum geführt habe. Außerdem will das Handwerk so der Schwarzarbeit entgegentreten.

Schleyer räumte allerdings ein: „Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz bildet nicht das Zentrum der steuerpolitischen Überlegungen des deutschen Handwerks.“ So sollten ohne Belastungen an anderer Stelle die Steuerreform vorgezogen und die Gemeindefinanzreform beschlossen werden. Daneben sollte es auch Handwerkern ermöglicht werden, wie Freiberufler die Umsatzsteuer erst bei Begleichung der Rechnungen an den Fiskus abführen zu müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%