Neuer Beteiligungsfonds
Landesbank fördert Expansion in Osteuropa

Die Landesbank Sachsen Girozentrale will den sächsischen Mittelstand bei der Eroberung osteuropäischer Märkte stärker unterstützen. Dazu kündigte SachsenLB-Vorstandschef Herbert Süß die Gründung eines Beteiligungsfonds an, der zunächst zehn Mill. Euro schwer sein soll.

fmd BERLIN. „Dieser Fonds soll sächsischen Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen, um Wachstumsmöglichkeiten beispielsweise in Tschechien und Polen nutzen zu können“, sagte Süß in Leipzig. Spätestens im Herbst sollen Firmen den Fonds anzapfen können.

„Sächsische Unternehmen können künftig für den Kauf eines Unternehmens, für die Gründung einer Niederlassung oder eines Gemeinschaftsunternehmens in Osteuropa die Hälfte des notwendigen Kapitals aus dem Fonds erhalten“, sagte SachsenLB-Vorstandsmitglied Werner Eckert. Dies geschehe in Form einer stillen Beteiligung. Sächsische Mittelständler entdeckten zwar immer stärker die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit; die Potenziale seien aber längst nicht ausgeschöpft, urteilt Eckert. Ein Grund sei die Kapitalschwäche.

Nach den aktuellen Zahlen liegt die Eigenmittelquote in ostdeutschen Betrieben bei 13,6 Prozent – höher als in den alten Bundesländern. Im internationalen Vergleich ist das nach wie vor schwach. Immerhin berichteten 38,5 Prozent der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverbands befragten sächsischen Sparkassen über eine verbesserte Eigenkapitalausstattung sächsischer Betriebe.

Bei hoher Nachfrage soll der Fonds mit Hilfe von Co-Investoren aufgestockt werden, kündigte SachsenLB-Vorstandsmitglied Eckert an. Dann könnte auch die bundeseigene KfW Bankengruppe ins Spiel kommen.

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