Neuordnung der Gesellschafter-Fremdfinanzierung
Strukturen werden auf den Kopf gestellt

Ab 2004 gilt die Begrenzung übermäßiger Gesellschafter-Fremdfinanzierung auch für inländische Anteilseigner von Kapitalgesellschaften. Mittelständische Unternehmensgruppen sollten ihre derzeitige Finanzierungsstruktur überdenken und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.

HB DÜSSELDORF. Von Gesellschafter-Fremdfinanzierung spricht man dann, wenn Gesellschafter ihrer Kapitalgesellschaft Darlehen gewähren. Die Darlehenszinsen sind Betriebsausgaben der Kapitalgesellschaft und mindern dadurch die Körperschaftsteuer und grundsätzlich die Gewerbesteuer. Beim Gesellschafter (natürliche Person) unterliegen die Zinsen als Einkünfte aus Kapitalvermögen der Einkommensteuer. Verglichen mit einer ordentlichen Gewinnausschüttung ist es steuerlich in der Regel günstiger, dem Gesellschafter über eine Zinszahlung Liquidität zufließen zu lassen.

Die Regelungen zur Vermeidung übermäßiger Gesellschafter-Fremdfinanzierung (§ 8a Körperschaftsteuergesetz) betrafen bislang im Wesentlichen ausländische Anteilseigner. Durch das so genannte Korb- II-Gesetz ist die gesetzliche Regelung zur Begrenzung übermäßiger Gesellschafter-Fremdfinanzierung neu gefasst und der Anwendungsbereich auf inländische Anteilseigner von Kapitalgesellschaften ausgedehnt worden. Hintergrund dieser Maßnahme war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

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