Nicht alle Stellen entstehen in Deutschland
Wieder mehr neue Jobs im Mittelstand

Der Arbeitsplatzabbau im Mittelstand soll sich einer Umfrage zufolge in diesem Jahr deutlich abschwächen. Während 28 % der Unternehmen ihren Personalstand weiter reduzieren wollten, planten immerhin 17 % Neueinstellungen, teilte die Union Mittelständischer Unternehmen (UMU) in München mit.

HB DÜSSELDORF. „Der Mittelstand tritt aus dem Tunnel ins Licht, und wir freuen uns darüber“, sagte UMU-Präsident Hermann Sturm. 2003 wollten noch 45 % der Unternehmen Stellen streichen, nur 5,5 % planten, ihr Personal aufzustocken.

Doch nicht alle neuen Stellen sollen in Deutschland entstehen. Sturm betonte die Notwendigkeit gerade größerer Mittelständler, aus Kostengründen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Kleine Unternehmen hätten nicht die Möglichkeit, in Billiglohnländer auszuweichen.

Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen (23,1 %) rechneten mit einer Verbesserung ihrer Lage. Im Vorjahr waren nur 5,9 % dieser Meinung. Deutlich reduziert hat sich der Umfrage zufolge die Zahl der Pessimisten. Nach 41,1 % im Vorjahr stellten sich jetzt nur noch 16 % der Unternehmen auf eine weitere Verschlechterung ein. Drastisch abgenommen hat auch die Zahl der Betriebe, welche ihre gegenwärtige Lage als schlecht bezeichneten: Ihre Zahl fiel von 64 % 2003 auf 36,1 % in diesem Jahr. „Diese Umfrage hat uns selbst überrascht“, sagte Sturm.

Die positivere Einschätzung der Lage spiegelt sich in der Investitionsbereitschaft wider. 50,6 % wollten in diesem Jahr investieren, im Vorjahr lehnten dies 71,2 % noch ab. Trotz erster Reformen sind 95,6 % der Unternehmen mit der Bundesregierung unzufrieden. An der Umfrage haben sich 407 Firmen aus ganz Deutschland beteiligt. Die UMU vertritt nach eigenen Angaben mehr als 68 000 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen.

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