Mythos 1: Mädchen sind in der Schule besser als Jungen Die fleißigen Mädchen mit ihrer Schönschrift und den gemachten Hausaufgaben haben die Jungen mit ihrer Sucht nach Videospielen und Fußballwissen in Deutschlands Klassenräumen längst abgehängt. So weit das Klischee. Tatsächlich gab es einmal an Gymnasien einen Vorsprung für die Mädchen, die Jungen haben ihn aber wieder aufgeholt, das zeigen Zahlen der Forscher vom Hochschul-Informations-System (HIS). Im Jahr 2004 hatten Mädchen beim Abitur einen Schnitt von 2,33 - Jungen hingegen einen schlechteren Schnitt von 2,4. Zwei Jahre später - im Jahr 2006 - waren die Jungen mit einem Schnitt von 2,20 sogar ein wenig besser als die Mädchen mit einem Schnitt von 2,21. Und im Jahr 2008 hatte sich das Verhältnis wieder leicht zugunsten der Mädchen gedreht: 2,24 (Mädchen) im Vergleich zu 2,22 (Jungen). Texte: Justus Bender, Die Zeit Foto: dpa