Niedrigster Wert seit 1995
Firmen sparen Insolvenzgeld-Beiträge

Die rückläufige Zahl von Firmeninsolvenzen wegen des Wirtschaftsaufschwungs hat die Unternehmen erneut stark entlastet. Im vorigen Jahr mussten sie mit 0,829 Mrd. Euro deutlich weniger für die so genannte Insolvenzgeld-Umlage bezahlen als im Jahr davor.

HB BERLIN. Dies ist der niedrigste Wert seit 1995, wie der für die Insolvenzgeld-Umlage zuständige Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Das Insolvenzgeld ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit (BA), um Lohnansprüche von Arbeitnehmern abzudecken, deren Firmen zahlungsunfähig wurden. Hierfür werden Beiträge von den Unternehmern erhoben, die die Unfallversicherungsträger einziehen. Die Höhe des Insolvenzgeldes wird nach einem komplizierten Verfahren errechnet.

Der Trend sinkender Beiträge der Arbeitgeber für das Insolvenzgeld setzte sich fort. Anhand der umlagepflichtigen Entgelte ergibt sich den Angaben zufolge ein vorläufiger Beitragssatz für die Gesamtaufwendungen von 0,13 Prozent. Im Vorjahr lag er bei 0,20 Prozent der insgesamt gezahlten Entgeltsumme, 2003 bei 0,27 Prozent.

„Trotz dieser positiven Entwicklung fordern wir, die Unfallversicherung vom Einzug des Insolvenzgelds zu befreien“, sagte HVBG-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer. Die Versicherungsträger würden beim Insolvenzgeld als Inkasso-Stelle der BA tätig. „Die Unternehmen haben diesen Unterschied jedoch nie nachvollzogen. Das hat uns viel unberechtigte Kritik eingebracht, als die Insolvenzgeldumlage noch wesentlich höher war.“ 2002 hatte die Belastung ein Volumen von 1,92 Mrd. Euro.

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