Noch 2006
Freihandelszone mit den Golfstaaten kommt

Die Bundesregierung ist optimistisch, dass die Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen Europa und den Arabischen Golfstaaten, die sich im Kooperationsrat GCC zusammengeschlossen haben, in wenigen Wochen abgeschlossen werden können.

BERLIN. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr ein für beide Seiten ausgewogenes Abkommen erzielen“, sagte Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium auf einem Kongress zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und den Staaten des Golf-Kooperationsrates. Die Bundesregierung habe ein großes Interesse, dass dieses Thema nicht mehr während der EU-Präsidentschaft Deutschlands im nächsten Jahr auf der Tagesordnung steht. Nach einer Einigung zwischen der EU-Kommission und dem Kooperationsrat sollen die Außenminister aller Länder die gemeinsame Freihandelszone im April nächsten Jahres beschließen.

Die Gespräche um eine Freihandelszone zwischen Europa und dem Kooperationsrat der sechs Golfstaaten Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman laufen bereits seit mehr als zehn Jahren. Auf europäischer Seite führt Handelskommissar Peter Mandelson die Gespräche. Nach dem vorläufigen Scheitern der Welthandelsrunde wäre der Abschluss einer Freihandelszone zwischen Europa und den Golf-Kooperationsstaaten für Mandelson ein wichtiger Erfolg.

Nach Informationen der Bundesregierung sind die meisten außenwirtschaftlichen Fragen der gemeinsamen Freihandelszone ausgeräumt. Schwierigkeiten gäbe es noch bei Einfuhrzöllen für Aluminium und Produkte der Petrochemie. Dennoch zeigten sich auch die Vertreter der Golfstaaten zuversichtlich. „Die Verhandlungen über den Warenaustausch, Dienstleistungen und auch den Agrarsektor befinden sich in der letzten Phase“, sagte der Stellvertreter des Wirtschaftsministers der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdulla Bin Ahmed Al Saleh.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur
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