Öko- und Fair-Trade-Produkte im Aufwind
US-Kunden entdecken ihr Gewissen

US-Konsumenten kaufen immer mehr Produkte, die sie mit ihren ethischen Überzeugungen vereinbaren können. Hersteller und Einzelhändler halten mit der Nachfrage kaum noch mit. Deshalb dürfte der Trend zu "ethischen" Konsumgütern gerade deutschen Firmen Lieferchancen eröffnen.

bfai SAN FRANCISCO. In US-Geschäften tauchen derzeit fast täglich neue Konsumgüter auf mit Aufschriften wie "cruelty-free" (ohne Grausamkeit), "fair-trade" (fairer Handel), "organic" (biologisch), "green" (grün), "locally grown" (aus lokalem Anbau) oder "biodegradable" (biologisch abbaubar). Die Consumer Union (CU) hat auf ihrer Internetseite insgesamt 146 verschiedene Öko-Siegel aufgelistet.

Dieses momentan äußerst populäre Segment der "Ethical Consumer Products" stellt einen großen Markt mit enormem Wachstumspotenzial dar, wie eine aktuelle Studie des renommierten Branchenanalysten "Packaged Facts" bestätigt. Danach sprang der Einzelhandelsumsatz mit ethischen Konsumgütern 2006 gegenüber dem Vorjahr um 17% auf rund 33 Mrd. Dollar. Auch für die nächsten fünf Jahren rechnen die Marktexperten mit zweistelligen Wachstumsraten und gehen davon aus, dass der Umsatz bis 2011 auf 57 Mrd. Dollar ansteigt.

Die wichtigsten Verkaufsargumente sind "organic", keine genetischen Veränderungen oder geklonte Tiere, "fair trade", "locally grown", "sustainable agriculture" (nachhaltige Landwirtschaft), "humane treatment of animals/no animal testing/cruelty-free", "green" ("eco-friendly/non-toxic"), "biodegradable", "recycled" beziehungsweise "recyclable" und "minimal packaging".

Das Hauptsegment ethischer Konsumgüter bilden Nahrungsmittel und Getränke, die 2006 mit 26,9 Mrd. Dollar rund 82 Prozent aller ethischen Konsumgüter stellten. Dabei bilden "natural" and "organic" die populärsten Etikettierungen. Mindestens 25 000 Geschäfte bedienen dieses Marksegment. Als Marktführer gilt Whole Foods. Die größten Massenmarkt-Ethikmarken sind Starbucks, Stonyfield Farm, Ben & Jerry's. Riesenketten wie Wal-Mart und Target setzen ebenfalls auf den "Ethical"-Trend. Dieses Segment wird bis 2011 auf 47,0 Mrd. Dollar wachsen.

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