Öl- und Gasbranche
Kasachstan vergrault Investoren

Das kasachische Parlament hat die Regierung ermächtigt, künftig Verträge mit ausländischen Öl- und Gasfirmen einseitig zu ändern oder gar für nichtig zu erklären. Der vom Unterhaus in Astana einmütig gefasste Beschluss dürfte nach dem erwarteten Inkrafttreten die ohnehin schon nervösen ausländischen Investoren weiter verschrecken.

HB ASTANA. Die Regierung darf derartige Verträge mit dem bloßen Hinweis verändern, dass sie dies im Interesse der nationalen Sicherheit für angebracht hält. Das Gesetz muss noch vom Oberhaus gebilligt und von Präsident Nursultan Nasarbajew unterzeichnet werden.

„Aus geschäftlicher Sicht kann das Gesetz in keiner Weise als positiv eingeschätzt werden“, sagte ein westlicher Investor. Kasachstan könne künftig mit Russland gleichgesetzt werden. Russland hatte Royal Dutch Shell nach einem Streit die Kontrolle über das Großprojekt Sachalin-2 entzogen und dem nationalen Monopolisten Gazprom übertragen.

Im August hatte die kasachische Regierung die Arbeiten auf dem von einem Konsortium unter Führung der italienischen Eni betriebenen Ölfeld Kaschagan gestoppt. Der jüngste Parlamentsbeschluss dürfte den Druck auf die Italiener erhöhen, in die entscheidende Phase der Verhandlungen einzutreten, für deren Abschluss eine Frist bis zum 22. Oktober gesetzt wurde. Zum Eni-geführten Konsortium gehören auch Royal Dutch Shell, Exxon und Conoco-Phillips.

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