Ölbranche
Kasachstan setzt auf Benzin

Die ölschwere Republik Kasachstan will ihr schwarzes Gold nicht länger nur als Rohware exportieren. Veredelte Produkte sollen mehr Geld in die Kasse spülen. Dafür werden nun Partner gesucht.
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BERLIN.Kasachstan setzt neuerdings stärker auf die Produktion und gewinnbringende Vermarktung veredelter Öl- und Gasprodukte. Die westkasachische Kondensat AG sucht Partner für diese Vorhaben. "Viele Projekte liegen schon auf dem Tisch. Unsere Ausbaupläne bieten interessierten deutschen Unternehmen vielfältige Liefer- und Kooperationschancen", sagt Farid Bachtiosin, Generaldirektor der Kondensat AG.

Die Raffinerie in Aksai, seit 1998 in Betrieb, kann heute jährlich bis zu 520.000 Tonnen Gaskondensat verarbeiten. 2018 sollen es etwa eine Million Tonnen sein. Seinen Rohstoff bezieht das Unternehmen über eine 32 Kilometer lange Pipeline aus der Lagerstätte Karatschaganak. Die fast 300 Mitarbeiter produzierten 2008 gut 343.000 Tonnen flüssige Schweröldestillate und 87.000 Tonnen Dieselkraftstoffe. Der Umsatz stieg im gleichen Jahr um 60 Prozent. Die Raffineriebetreiber investieren einen Großteil des Gewinns in neue Projekte.

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für den angepeilten Ausstoß von jährlich 120.000 Tonnen Benzin nach der Euro-3-Norm. "Die Machbarkeitsstudie stellen wir bis Ende 2010 fertig. Der Baustart für das Projekt ist für das Frühjahr 2010 avisiert, die Inbetriebnahme der Anlage für 2011", ergänzt Bachtiosin. Das Unternehmen hat auch die nächsten Ziele für den Kapazitätsausbau bereits abgesteckt. Ab 2014 will die Raffinerie die einheimischen Zapfsäulen mit Benzin der Euro-4-Norm beliefern. Wenig später soll die Produktion von Dieselkraftstoff mit den gleichen ökologischen Parametern anlaufen. Und noch ein besonders investitionsträchtiges Projekt steht auf der Liste der Kondensat-Firmengruppe: die Errichtung einer großen Anlage für Polypropylen.

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