Ohoven: Kleine Betriebe würden bestraft
Ausbildungsplatzabgabe schafft keine Lehrstellen

Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist nach Ansicht des Präsidenten des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, bei weitem nicht so schlecht wie befürchtet.

HB/dpa BERLIN. Ende September würden voraussichtlich nur noch 20 000 bis 30 000 Lehrstellen fehlen, sagte Ohoven am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin. Wenn die Bundesregierung dennoch eine Ausbildungsplatzabgabe einführen wolle, werde sich der Mittelstand mit allen Mitteln dagegen wehren.

Vor allem kleine Betriebe würden bestraft, die auf Grund der wirtschaftlichen Lage vorübergehend weniger Ausbildungsplätze anbieten könnten, argumentierte Ohoven. Große Unternehmen dagegen könnten sich freikaufen. So entstünden keine Ausbildungsplätze. Zudem sei die Vergütung der Lehrlinge in einigen Branchen zu hoch. Dies mache es gerade Kleinunternehmern fast unmöglich, Ausbildungsplätze anzubieten.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sieht die Situation auf dem Lehrstellenmarkt dagegen „kritischer als in den Vorjahren“. Derzeit gebe es bei einer etwa gleich hohen Zahl von Schulabgängern 51 000 betriebliche Ausbildungsstellen weniger als 2002, sagte sie der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“ (Dienstag).

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