Mittelstand

Die virtuelle Ladentheke wächst

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Erfolgsfaktoren auf einen Blick

Neben der Technik gehört die inhaltliche Ausrichtung zu den grundsätzlichen Überlegungen. "Online-Händler müssen sich die Frage stellen, wie sie sich im Markt positionieren wollen, ob in der breiten Masse oder für eine spitzere Zielgruppe", sagt ePages-Marketing-Director Jörn Wachsmann. Den einen strategischen Tipp gebe es seiner Meinung nach nicht. Dafür vier grundlegende Erfolgsfaktoren im E-Commerce, die Online-Händler unbedingt beachten sollten: Marketing, Usability, Vertrauen und Kundenservice. "Ein planvolles und effizientes Marketing bringt potenzielle Kunden in den Shop. Ein vertrauensbildendes Shop-Design und weitere Maßnahmen wie zum Beispiel das Nennen von Zertifizierungen oder positiven Kundenstatements sowie eine einfache und transparente Bedienung sorgen dafür, dass eine möglichst hohe Zahl von Interessenten auch tatsächlich den Kauf abschließt." Wenn der Händler nach dem Kauf noch regelmäßige Maßnahmen zur Kundenbindung durchführe, stehe dem Erfolg eigentlich nichts im Wege, so Wachsmann.

Wichtig sei, nicht nur auf ein Online-Marketinginstrument zu setzen, betont Christian Bennefeld. Der etracker-Geschäftsführer rät, "die gesamte Klaviatur der Marketingmaßnamen gleich von Anfang an zu spielen". Der Vorteil des Internets sei die vollständige Messbarkeit und Erfolgskontrolle sämtlicher Maßnahmen. So könne der Besucher vom ersten Sichtkontakt einer Online-Werbung, über den Klick auf das Werbemittel bis hin zu seinem genauen Surf- und dem daraus resultierenden Kaufverhalten transparent analysiert werden. "Wir empfehlen, mit kleinen Budgets die einzelnen Marketingkanäle zu testen und den Erfolg mit einem alle Kanäle umfassenden Web-Controlling-System zu analysieren", sagt Bennefeld. "So findet man sehr schnell heraus, über welche Kanäle die kaufkräftigen Besucher auf die Website kommen und welchen Marketing-Euro man sich besser sparen kann."

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Nicht sparen sollten Online-Händler an den Basics: Die rechtlichen und formalen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Vom Standards wie Impressum, Widerrufsbelehrungen und Pflichtinformationen bis hin zu produktspezifischen Besonderheiten wie Texilkennzeichnung, Energieeffizienz von Weißgeräten oder Grundpreisangaben. Allerdings lauern auch im allgemeinen Bereich eine Menge Fehler, weiß BVOH-Experte Wolfgang Wentzel. "Da die virtuelle Ladentheke im Onlinehandel so weit wie das World ?weit? Web ist, lockt sie an beiden Enden Neider und Missgönner an. Ab einer bestimmten Größe ist es Ausdruck Ihres Erfolges, wenn Ihr Mitbewerber gar nicht mehr anders zu können meint, als Sie mit fadenscheinigen Abmahnungen zu überziehen." Die rechtsanwaltliche Überprüfung des Onlineauftritts durch im Onlinehandelsrecht erfahrene Rechtsanwälte sei daher ein schlichtes, aber unbedingtes Muss, mahnt Wentzel.

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