Pharmabranche
Chinesischer Gesundheitsmarkt boomt

Der chinesische Gesundheitssektor entwickelt sich weiter dynamisch. Auch fürs Krisenjahr 2009 wird ein Zuwachs von gut 20 Prozent erwartet. Die Importe bleiben dabei weiter robust.
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SHANGHAI. Das chinesische Gesundheitswesen entwickelt sich weiterhin positiv. Getragen wird das Wachstum von hohen Investitionen, steigender Produktion sowie dynamischen Umsätzen. Beobachter erwarten daher für das Gesamtjahr 2009 eine Steigerung der Gesundheitsausgaben um ein Fünftel auf etwa 1,6 Bill. RMB. Dabei spielt vor allem das Hinterland eine immer größere Rolle. Auch ausländische Hersteller von Arzneimitteln und Medizintechnik wollen davon profitieren. Die Lieferanten stellen sich auf die Entwicklung ein und haben die ländlichen Regionen im Visier.

Trotz Wirtschaftskrise wird der Gesundheitssektor der VR China kontinuierlich ausgebaut. Auch 2009 wird die Branche mit hohen Zuwachsraten aufwarten, dies zumindest lässt sich aus der Entwicklung in den ersten drei Quartalen ablesen. Analysten sind der einhelligen Auffassung, dass 2009 die Gesamtausgaben für Gesundheit im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 20% auf knapp 1.600 Mrd. Renminbi Yuan (RMB; rund 172 Mrd. Euro; 1 Euro = 9,33 RMB) steigen dürften.

So erhöhten sich nach Angaben des National Bureau of Statistics die Investitionen in den Arzneimittelsektor in den ersten acht Monaten 2009 im Vergleich zur entsprechenden Vorperiode um 37,0% auf 86,2 Mrd. RMB. Im gleichen Zeitraum stiegen die Investitionen in den Gesundheitssektor um 66,0% auf 86,6 Mrd. RMB.

Auch die Produktion zog mit nahezu gleichem Tempo an. Nach Angaben der China Pharmaceutical Review (CPR) wuchs die Arzneimittelproduktion von Januar bis August 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,4% auf 585 Mrd. RMB. Auch die China Medical Devices Review (CMDR) kann positive Zahlen melden. Nach ihren Angaben stiegen die Verkäufe von Medizintechnik (einschließlich Medizinischer Verbrauchsgüter) von Januar bis Juli 2009 um 18,0% auf 77 Mrd. RMB. Das positive Umfeld zeigt sich darüber hinaus bei den Umsätzen der Medizintechnik-Hersteller. Nach CMDR-Angaben legten die Verkäufe wichtiger Produzenten im 1. Halbjahr 2009 um 18,9% auf rund 7 Mrd. RMB zu.

Zu guter Letzt kommen auch vom Außenhandel gute Nachrichten. Nach Zollangaben erhöhten sich die chinesischen Auslandsbezüge von Arzneimitteln in den ersten acht Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,6% auf 4.154 Mio. US$. Noch positiver schnitten im gleichen Zeitraum die Importe von Medizintechnik ab. Die Einfuhren wuchsen um 21,4% auf 2.173 Mio. $.

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