Pharmazulieferer auf Kurs
Sartorius drängt in den TecDax

Sartorius soll kräftig wachsen. Firmenchef Joachim Kreuzburg will bereits 2014 die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro knacken. Zuvor steht für den Pharmazulieferer aber eine Notierung im TecDax auf dem Plan.
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Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg startet die nächste Runde in der Expansion seines Unternehmens und drängt in den TecDax. Nach einer Phase der Konsolidierung, in der die im CDax notierte AG vor zehn Jahren einige schuldenfinanzierte Zukäufe seines schillernden Vorgängers Utz Claassen verarbeiten musste, legte Kreuzburg in den vergangenen Jahren selbst los. So kaufte er etwa die Mehrheit am französischen Biotechnologie-Spezialisten Stedim.

Zuletzt hat Kreuzburg den Konzern auf eine Holdingstruktur ausgerichtet und will nun wieder kräftig wachsen. „Für 2020 peilen wir einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro an“, sagte der Sartorius-Chef dem Handelsblatt. „Läuft alles wie geplant, können wir 2014 die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro erreichen.“

Vergangenes Jahr erwirtschaftete der Göttinger Zulieferer für die Pharmaindustrie und Spezialist für Labortechnik einen Konzernumsatz von 733 Millionen Euro - ein Plus von gut elf Prozent. Der operative Gewinn stieg um rund 31 Prozent auf 112 Millionen. Das hat Sartorius vor allem Größeneffekten bei der Produktion des Unternehmensbestsellers zu verdanken, Einwegfiltern für Biotechnologie-Produzenten.

Die operative Gewinnmarge lag bei 15,3 Prozent. Aus Kreuzburgs Sicht ist dank des weiteren Durchsatzes von Einwegprodukten aber noch weit mehr drin. „Mittelfristig möchte ich 20 Prozent Rendite erreichen“, so der Sartorius-Chef. Denn die pharmazeutische Industrie sei gezwungen, immer effizienter zu werden.

„Für uns ist das eine Chance“, ist der Vorstandschef sicher. „Der Einsatz von Einwegmaterialien im Produktionsprozess von Medikamenten wird sich in den nächsten Jahren weiter deutlich ausweiten.“ Im laufenden Jahr will Sartorius Umsatz und operativen Gewinn um jeweils rund zehn Prozent steigern.

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