Positive Standortfaktoren
Erfolgreich im Süden der USA

Die US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko entwickeln sich dynamisch. Deutsche Großunternehmen haben die positiven Standortfaktoren bereits überzeugt. Auch Mittelständler sollten einen Blick riskieren.

WASHINGTON. Das Wirtschaftswachstum der amerikanischen „Golfregion“ lag 2006 deutlich über dem US-Durchschnitt. Deutschen Unternehmen eröffnen die fünf Bundesstaaten Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana und Texas mit ihren insgesamt 53,4 Millionen Einwohnern und einer Wirtschaftsleistung von mehr als 2,2 Billionen US-Dollar interessante Perspektiven. Bislang werden diese Chancen allerdings unzureichend wahrgenommen. Im Folgenden einige Staaten und ihr Wirtschaftsprofil im Überblick:

Alabama

Aufstrebendes Autoland. Den wirtschaftlichen Aufbruch verdankt Alabama vor allem dem Automobilbau. Die Initialzündung für die Branche kam 1993 mit der Entscheidung von Daimler-Benz, ein Werk in Vance/Tuscaloosa zu bauen. Inzwischen sind auch Honda und Hyundai mit eigenen Montageanlagen hier vertreten.

Etwa 700.000 Fahrzeuge laufen jährlich vom Band. Auch Unternehmen anderer Branchen haben die Attraktivität des Standortes für sich entdeckt: „Aufgrund der hohen Kosteneffizienz ist Alabama für uns der optimale Standort." So begründete ThyssenKrupp im Mai 2007 den Entschluss, einen 3,7 Milliarden US$ teuren Produktionskomplexes für Qualitäts- und Edelstahl in Mount Vernon, Mobile County, zu errichten. Alabama fährt eines der aggressivsten Steueranreizmodelle des Landes und zählt zu den Bundesstaaten mit den geringsten Energiekosten für industrielle Nutzung.

Florida

Drehscheibe für Lateinamerika. Besonderes Merkmal des Sonnenstaates ist die enge Verbundenheit mit Lateinamerika. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind Latinos. Viele Firmen wickeln ihre Handelsaktivitäten mit Lateinamerika über Vertretungen oder regionale Hauptquartiere in Miami oder Tampa ab – im Jahr 2006 Im- und Exporte im Wert von fast 110 Milliarden US$.

Unter den mehr als 1.900 internationalen Unternehmen, die in Florida ansässig sind, befinden sich 178 deutsche Firmen – zum Beispiel der Mindener Kaffee- und Filterpapierhersteller Melitta, der seine US-Zentrale in Clearwater unterhält, sowie das Medizintechnikunternehmen Dr. Osypka aus dem südbadischen Herten, das in Palm Harbor unter dem Namen Oscor ansässig ist. „Der Standort erlaubt einen schnellen Zugang zu Kunden in Nord- und Südamerika sowie zu unseren Aktivitäten in der Karibik“, erklärt Oscor-Chef Thomas Osypka.

Seite 1:

Erfolgreich im Süden der USA

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%