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Im Einkauf liegt der Gewinn

Internationalisierung ist in den meisten mittelständischen Unternehmen nach wie vor eine Einbahnstraße: Während Produktionsstätten ins Ausland verlagert werden und auch der Vertrieb international agiert, bewegen sich die Einkäufer oft nur auf nationalem oder gar regionalem Parkett.

"Rund 80 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen beziehen ihre Waren und Dienstleistungen aus dem eigenen Postleitzahlenbereich", schreibt Gerd Kerkhoff in seinem neuen Buch "Zukunftschance Global Sourcing". Gewachsene Lieferantenbeziehungen werden zu selten oder gar nicht auf den Prüfstand gestellt, geschweige denn einem internationalen Vergleich unterzogen.

Eine gefährliche Trägheit angesichts der Einsparungspotenziale des Global Sourcing, die der Berater auf bis zu 40 Prozent einschätzt. "Man kann davon ausgehen, dass Unternehmen, die ihre Beschaffungsaktivitäten nicht auf internationale Märkte ausdehnen, in drei bis fünf Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig sind", so der Geschäftsführer und Gründer des auf Beschaffungsoptimierung spezialisierten Beratungsunternehmens Kerkhoff Consulting in Düsseldorf. Global Sourcing bietet aus seiner Sicht eine Vielzahl von Chancen:

Kostenreduzierung. Durch andere Kostenstrukturen können internationale Lieferanten ihre Waren häufig günstiger anbieten als einheimische Zulieferer. Die Betrachtung der Einstandspreise greift allerdings zu kurz. Interessant sind die Total Costs of Ownership. Eine Größe, die auch al-le zusätzlich anfallenden Kosten erfasst, wie zum Beispiel Logistikkosten oder die Kosten für Zollformalitäten.

Wettbewerb unter den Zulieferern. Die größere Auswahl an Lieferanten verbessert die eigene Verhandlungsposition mit vorhandenen und potenziellen Lieferanten.

Optimierung der Qualität. Klassische Global-Sourcing-Regionen wie China, Osteuropa und Indien haben in Sachen Qualität aufgeholt und können mit europäischen Standards durchaus mithalten. Das kann auch für deutsche Lieferanten ein deutlicher Anreiz sein, sich zu bewegen, sei es preislich oder qualitativ.

Erhöhte Risikostreuung. International beschaffende Unternehmen sind nicht länger von den Entwicklungen auf nationalen Märkten abhängig und können flexibler auf regionale Einflussfaktoren wie Streiks oder Lieferengpässe reagieren.

Erschließen neuer Absatzmärkte. Durch die intensive Beschäftigung mit den wirtschaftlichen und soziokulturellen Besonderheiten eines potenziellen Beschaffungslandes lassen sich oft auch Anhaltspunkte über neue Absatzmärkte gewinnen.

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