Prinzip Gipfelsturm
Verlässlicher Freund in luftiger Höhe

Überall, wo sich Menschen bei der Arbeit in großen Höhen aufhalten, kommt die Seiltechnik von Bornack zum Zuge. Mit seinem Spezialunternehmen sorgt der 56-Jährige in bester Bergsteiger-Manier für Sicherheit auf baufälligen Kirchtürmen und unter dem Rettungshubschrauber.



KÖLN. Der Chef steht im firmeneigenen Trainingszentrum und blickt zufrieden nach oben Richtung Decke: "Wir haben eine sinnvolle Aufgabe", sagt Klaus Bornack, Inhaber und Geschäftsführer der Bornack GmbH & Co KG. "Nämlich Menschen bei der Arbeit in großen Höhen vor Unfällen zu schützen." Über ihm baumelt der nackte Rumpf eines Hubschraubers, zwei Rettungskräfte trainieren daran das schnelle Abseilen aus der Luft. Daneben üben Industriekletterer den sicheren Aufstieg an überdimensionalen Rohren, während die anwesenden Bornack-Entwickler überlegen, wie man sie noch besser vor dem Absturz bewahren kann.



Die Heilbronner sind Spezialisten für Anseiltechnik. Wem an der Sicherheit seiner Mitarbeiter in Höhen- und Tiefenarbeitsplätzen liegt, kommt an den Seilen und Seilsicherungssysteme von Bornack deshalb nicht vorbei. Seit 40 Jahren spezialisiert sich das Unternehmen auf das Geschäft mit dem Absturzrisiko und es scheint, als gelte der Firmenslogan "Oben bleiben" nicht nur für die Kunden, sondern auch für die eigene Position im Markt: Bornack zählt längst zu den führenden Anbietern von Schutzausrüstung in Europa.

Mit Gurten, Seilen und Sicherungssystemen sorgt Bornack dafür, dass Arbeiter in extremen Höhen oder Tiefen nicht fallen. "Absturzrisiken gibt es praktisch überall", erklärt Bornack, der in seiner Jugendzeit selbst gerne geklettert ist. "Zu unseren Kunden gehören Handwerksbetriebe ebenso wie Unternehmen der Telekommunikationsbranche, der Windenergie oder dem Flugzeug- und Schiffbau." Selbst Feuerwehr, Rettungskräfte und Sondereinsatzkommandos der Polizei schützen sich mit Bornack-Seilen und Geräten, wenn sie sich aus Hubschraubern oder von Gebäuden abseilen. Im echten Leben wie in der Bornack-Trainingshalle.

Geschäftsführer Klaus Bornack kann sich noch gut an die Anfänge des Familienbetriebs erinnern: "Mein Vater hat auf Innungsversammlungen seine Produkte vorgestellt und ist mit Aufträgen über sechs Seile nach Hause gekommen." Schon seinem Vater war die Sicherheit auf Gerüsten, Fassaden und Dächern ein Anliegen, das er bald zum Geschäft machte. Herbert Bornack begann im Jahr 1964 den weltweit ersten Seilkürzer zu verkaufen. Eine absolute Innovation zu einem Zeitpunkt, als Hanfseil, Ledergürtel und der Meister am Seilende den Stand der Technik im Anseilschutz repräsentierten. Das Gerät, das den Fall ins Seil abdämpfte, war ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprodukt: Erfinder war ein elsässischer Sicherheitsingenieur aus Straßburg, Bornack übernahm den Vertrieb.

Innerhalb von sechs Jahren entwickelte sich der Zweimannbetrieb zu einem der ersten Fachunternehmen für Arbeitssicherheit - und Klaus Bornack wuchs regelrecht im väterlichen Unternehmen auf: "Es war immer klar, dass ich die Firma eines Tages übernehmen werde", erinnert sich der gebürtige Ulmer. Zunächst machte Bornack aber eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und schrieb sich nach der Lehre an der Fachhochschule in Karlsruhe ein. Dort studierte er Wirtschaftsingenieurwesen und übernahm nach dem Diplom die Bauleitung für zwei Press- und Emaillierwerke in Polen und Algerien. Mit Führungserfahrung im Gepäck kehrte er zurück nach Deutschland, ließ sich zum Sicherheitsingenieur ausbilden und übernahm nach dem Tod des Vaters den Betrieb: "Ich bin froh, Herr im eigenen Haus zu sein", sagt Bornack gelassen, wenn man ihn auf seine Führungsrolle anspricht.

Seite 1:

Verlässlicher Freund in luftiger Höhe

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%