Probleme im Osten
Entspannung bei Ausbildungsplätzen im Handwerk

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich nach Angaben von Handwerkspräsident Dieter Philipp in den vergangenen Wochen leicht entspannt. Während es Ende Juni noch rund 14,5 % weniger Lehrverträge als im Vorjahr gegeben habe, sei diese Zahl bis Ende Juli auf etwa 11,6 % zurückgegangenen, sagte Philipp am Donnerstag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Zudem könnten viele Betriebe erst jetzt ihre freien Lehrstellen besetzen. Er hoffe daher, dass es bis Jahresende nur wenige „unversorgte Jugendliche“ geben werde.

Allein in Baden-Württemberg melde das Handwerk noch rund 8 000 unbesetzte Lehrstellen, erklärte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Dies liege sowohl am geringen Interessen an Berufen wie Bäcker, Konditor oder Fleischer, als auch an der fehlende Eignung der Schulabgänger für einzelne Branchen. Gleichzeitig räumte Philipp ein, dass die Lage in den neuen Bundesländern weitaus schwieriger sei. Dort finde sich unter den Jugendlichen aber auch die größte Mobilität in ganz Deutschland.

Erneut wandte sich der ZDH-Präsident gegen eine von SPD und Grünen ins Gespräch gebrachte Ausbildungsplatzabgabe. Dies sei eine Debatte zur Unzeit, kritisierte Philipp. „Drohgebärden helfen nicht weiter.“ Angesichts der großen Zahl noch unversorgter Jugendlicher seien die Handwerksbetriebe aber bereit, weitere Ausbildungsplätze auch über den eigenen Bedarf hinaus bereitzustellen.

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