Product Lifecycle Management
Von der ersten Idee bis zur letzten Ruhestätte

In der Informationsflut der modernen Arbeitsabläufe blickt kaum jemand durch. Product Lifecycle Management bringt Ordnung ins Chaos. Eine PLM-Lösung begleitet ein Produkt im gesamten Lebenszyklus - und schützt einige Hersteller vor bösen Überraschungen.

HAMBURG. "Product Lifecycle Management bringt Ordnung in das Chaos." Alexander Weyda, Projektleiter für Product Lifecycle Management (PLM) beim Ingenieurbüro HLS in Augsburg, benötigt nur einen Satz, wenn er erklären soll, was eine PLM-Lösung in seiner Firma verändert hat. Vor zweieinhalb Jahren führte das Ingenieurbüro, das für Automobilhersteller Fertigungsanlagen für Rohkarossen konstruiert, eine PLM-Lösung ein. "Die Informationsflut steigt heutzutage exponentiell an", sagt Weyda. Damit auch jeder der 220 Mitarbeiter zu jeder Zeit die richtige Information zur Hand habe, sei ein PLM-System nötig geworden. Das Ergebnis gibt ihm Recht: "Unsere Prozesse sind jetzt viel strukturierter."

Die Idee hinter PLM ist einfach: Ein Produkt soll über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet werden: von der Idee über die Konstruktion, die Fertigung, das Marketing bis hin zur Entsorgung. Alle Daten werden dabei zusammengeführt, gespeichert und verwaltet, so dass sie jeder Mitarbeiter abrufen kann. An diesem Prozess wirken alle Abteilungen mit - sie müssen sich kontinuierlich austauschen und zusammenarbeiten.

Immer mehr Firmen scheinen von einer PLM-Lösung überzeugt zu sein. "PLM ist nach unserer Markteinschätzung eines der am stärksten wachsenden Anwendungs-Geschäftsfelder", sagt Ingolf Wittmann, Vorsitzender des Bitkom-Forums IT-Infrastruktur. Alle großen Software-Anbieter sind deshalb auf dem Markt aktiv. In den vergangenen Jahren wuchs der Umsatz mit PLM-Software und-Dienstleistungen zeitweise zweistellig. Auf dem Markt der mittelständischen Kunden lag es sogar um ein bis zwei Prozentpunkte höher als bei großen Unternehmen.

Und das, obwohl gerade der Mittelstand sich manchmal mit der Einführung eines PLM-Systems schwer tut. "Im Mittelstand gibt es oftmals keine hoch entwickelte IT-Abteilung. Deswegen müssen die Lösungen einfach und vorgefertigt sein", sagt Achim Löhr, Direktor des Partnervertriebskanals von Dassault Systèmes, einem Anbieter von PLM-Lösungen. Von den 100 000 Kunden von Dassault kommen nahezu 80 Prozent aus dem Mittelstand, sagt Löhr.

Auch beim Ingenieurbüro HLS gibt es manchmal Probleme, weil die PLM-Software sehr komplex ist. "Man ist immer auf den Hersteller der Software angewiesen, wenn man den Fehler beheben möchte", sagt Weyda. Es sei schwierig, die Software anzupassen, wenn man zum Beispiel sein methodisches Vorgehen in der Konstruktion ändern möchte.

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