Prognose
Mittelstand erwartet schwächeres Wachstum

Wichtige mittelständische Branchen in Deutschland erwarten 2005 ein schwächeres Wachstum und den Verlust weiterer Jobs. In Gastgewerbe, Handel und Handwerk drohen nochmals 180 000 Stellen verloren zu gehen.

HB BERLIN. Das geht aus einer Prognose der „Arbeitsgemeinschaft Mittelstand“ hervor. Dies sei aber nur noch halb so viel wie im Vorjahr mit dem Abbau von 340 000 Arbeitsplätzen. Der Großteil der Stellenstreichungen sei schon vollzogen.

Beim Umsatz rechnen die stark vom Inlandsgeschäft abhängigen Branchen mit einem schwächeren Wachstum von nominal 0,2 Prozent (Vorjahr: ein Prozent). Angesichts von Inflationseffekten bedeute dieses „minimale“ Plus faktische einen Rückschritt, hieß es. Die mittelständische Wirtschaft könne weiterhin nicht von Impulsen aus dem Export profitieren. Eine Trendwende der Gesamtwirtschaft sei erst nächstes Jahr zu erwarten.

Die „Arbeitsgemeinschaft Mittelstand“ vereint sieben Wirtschafts- Verbände mit 1,7 Millionen Firmen und zwölf Millionen Beschäftigten. Insgesamt gibt es 3,3 Millionen kleine und mittlere Unternehmen. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, forderte die Politik auf, die Beschlüsse des Jobgipfels trotz einer vorgezogenen Neuwahl zum Bundestag umzusetzen. Ein großes Problem sei zudem die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden.

Der Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken unterstrich, das Minus von 3,2 Prozent bei Krediten an Firmen und Selbstständige 2004 sei auf eine zurückhaltende Nachfrage zurückzuführen. Eine „Klemme“ wegen unzureichender Vergabe durch die Kreditinstitute gebe es nicht.

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