Public Private Partnership
Remondis steigt in russischen Wassermarkt ein

In Kooperation mit einem kommunalen Versorger übernimmt Remondis ab April 2010 die Wasserver- und -entsorgung im russischen Arzamas. Mit dem Public Private Partnership-Projekt baut der westfälische Wasser- und Entsorgungsspezialist in Familienhand das internationale Geschäft weiter aus.
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DÜSSELDORF. Der Entsorgungsriese Remondis aus Lünen steigt als erstes deutsches Unternehmen in den russischen Wassermarkt ein. Der Familienkonzern übernimmt ab April 2010 Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und -reinigung in der russischen 120 000-Einwohner-Stadt Arzamas gut 400 Kilometer östlich von Moskau. Dazu geht Remondis mit dem kommunalen Versorger GorVodokanal (GVK) ein Public Private Partnership (PPP) ein, an dem Remondis mit 75 Prozent beteiligt ist.

Der Auftrag soll für Remondis der Türöffner in den lukrativen russischen Wassermarkt sein. Remondis-Vorstand Egbert Tölle sprach von einem „Projekt mit Leuchtturmfunktion“. In Deutschland tun sich die Kommunen noch schwer mit PPP-Projekten in der Wasser- und Kreislaufwirtschaft, obwohl sie von der EU-Kommission angemahnt werden.

Millionen-Investition in Infrastruktur

Die Kommune überträgt sämtliche Anlagen und den Großteil der 480 GVK-Mitarbeiter in die neue Remondis Arzamas Service, die im Gegenzug 21 Millionen Euro in die Modernisierung der Infrastruktur investiert.

Gesellschafterin der Remondis ist die Rethmann AG & Co. KG. Der Entsorgungsdienstleister in Familienbesitz wird von Ludger Rethmann geleitet. Sein Vater Norbert ist Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender. Er hat seinen vier Söhnen inzwischen die Anteile an dem Unternehmen übergeben. Martin Rethmann ist Aufsichtsratsvorsitzender. Klemens und Georg arbeiten ebenfalls bei der 1934 gegründeten Remondis, die mit knapp 18 800 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro erzielt.

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